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Ecclestone verhandelt nicht mehr mit dem BRDC
Bernie Ecclestone will die Zukunft des Formel-1-Rennens in Silverstone nur noch mit einem Promoter, aber nicht mehr mit dem BRDC verhandeln
(Motorsport-Total.com) - Obwohl der Vertrag von Silverstone für den britischen Grand Prix noch bis 2009 läuft, sorgt das Rennen immer wieder für Schlagzeilen. Derzeit dreht sich alles um den Masterplan, den BRDC-Präsident Damon Hill eingefädelt hat, um die Anlage auf Vordermann zu bringen - und endlich die Wünsche von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erfüllen zu können.
Der hat seinerseits aber grundsätzlich wenig Lust, weiterhin mit dem britischen Rennfahrerklub, dem die Traditionsstrecke gehört, zu verhandeln: "Ich möchte lieber mit einem Promoter als mit dem BRDC sprechen", erklärte er gegenüber 'Autosport'. "Es ist mit dem BRDC zu schwierig, denn von ihnen bekommst du keine Garantien. Wir haben ihnen gesagt, dass wir keinen Deal machen werden, solange die Strecke einem Dritte-Welt-Standard entspricht. Sie wissen, was wir fordern."

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Der kürzlich präsentierte Masterplan, hinter dem sogar der britische Sportminister Richard Caborn steht, kann den 76-Jährigen nach allen Verwirrungen der vergangenen Jahre nicht mehr beeindrucken: "Ich lese nicht, was sie sagen, um ehrlich zu sein. Das habe ich doch alles schon einmal gehört."
"Jemand muss die kommerzielle Seite übernehmen und Verantwortung tragen. Wir müssen anfangen, uns damit zu befassen - und das sollte bis Jahresende erledigt sein", bekräftigte Ecclestone, dass der BRDC die Veranstaltung abgeben sollte. Aber: "Es ist nett", so der Formel-1-Chef, "einen britischen Grand Prix zu haben, denn Silverstone ist die Heimat der Formel 1. Es wird jedoch viel Geld für die Olympischen Spiele ausgegeben. Vielleicht sollten sie mehr für die Formel 1 ausgeben."
BRDC-Vorstandschef Stuart Rolt reagierte auf Ecclestones Kommentare und sagte, dass diese "grundsätzlich richtig" seien: "Wir haben schon vor einer Weile erkannt, dass es für ihn schwierig ist, mit dem BRDC zu verhandeln - wegen der Komplexität unserer Eigentümerstruktur. Wir haben jetzt ein kleines und unabhängiges Verhandlungsteam mit der notwendigen kommerziellen Erfahrung, um Verantwortung zu übernehmen."
Ob es sich beim neuesten Wortwechsel wieder nur um harmloses Geplänkel handelt, das letztendlich doch zu keinen Konsequenzen führt, sei dahingestellt. Fest steht aber, dass Ecclestone seit Jahren nicht von seiner Anti-Silverstone-Linie abweicht - und dass selbst Hills Masterplan keine freundlicheren Töne aus ihm kitzeln kann, könnte einigen Herren im BRDC die Sorgenfalten in die Stirn treiben...










