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Ecclestone fordert harte Strafe für McLaren-Mercedes

30. Mai 2007 - 11:34 Uhr

Bernie Ecclestone fordert wegen der Stallregie von Monaco eine harte Strafe für die Silberpfeile und schließt einen WM-Rausschmiss nicht aus

Bernie Ecclestone
Formel-1-Chef Bernie Ecclestone fordert keine Gnade für McLaren-Mercedes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass McLaren-Mercedes über Fernando Alonso und Lewis Hamilton für den Grand Prix von Monaco einen Nichtangriffspakt verhängt hat, ist nicht nur vielen Formel-1-Fans ein Dorn im Auge, sondern offenbar auch den Verantwortlichen. Nach der FIA, die eine Untersuchung eingeleitet hat, ging nun auch Bernie Ecclestone mit seiner Meinung an die Öffentlichkeit.

Der Brite betonte gegenüber der 'Daily Mail', dass er nicht wisse, was genau geschehen sei, aber sollte es eine Teamorder gegeben haben, dann müsse hart durchgegriffen werden. Dabei werden Erinnerungen an Ferraris Stallregie in Österreich 2002 wach, als Rubens Barrichello Michael Schumacher durchlassen musste und das italienische Team in der Folge mit einer Geldstrafe über eine Million Dollar belegt wurde - offiziell allerdings nur für einen Verstoß gegen das Podiumprotokoll.

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Ecclestone hält Geldstrafe für zu mild

"Sie könnten von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen werden oder Punkte abgezogen bekommen."
Bernie Ecclestone

So einfach will Ecclestone McLaren-Mercedes nicht davonkommen lassen: "Wenn jemandem gesagt wird, er muss Platz machen oder die Position halten, dann ist das gegen unser Reglement. Wenn es tatsächlich Befehle gegeben hat, dann wären sie mit einer Strafe wie damals Ferrari gut bedient. Sie könnten von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen werden oder Punkte abgezogen bekommen. Eine Geldstrafe hätte für ein Team wie McLaren ja kaum Folgen", kündigte er an.

Außerdem stellte er einen Vergleich mit der Siegerehrung in Istanbul vor einem Jahr auf, als ein nicht von der FIA autorisierter Politiker den Pokal an Felipe Massa übergab. Die Veranstalter wurden daraufhin mit einer Geldstrafe von fünf Millionen Dollar belegt, dabei sei das noch nicht einmal ein echter Regelverstoß gewesen. Im Umkehrschluss heißt das für den Formel-1-Promoter, dass die Strafe gegen McLaren-Mercedes, die noch diese Woche beschlossen werden soll, drastischer ausfallen muss.

Strafe gegen das Team, nicht gegen die Fahrer?

"Wenn es eine Teamorder war, dann war es nicht der Fehler des Fahrers."
Bernie Ecclestone

Allerdings findet Ecclestone, dass nur das Team bestraft werden darf, aber keiner der beiden Fahrer: "Wenn es eine Teamorder war, dann war es nicht der Fehler des Fahrers. Wenn ich für Sie fahre und Sie sagen mir, dass ich bleiben soll, wo ich bin, und den Kerl vor mir nicht überholen darf, was bitte soll ich dann machen? Ich denke, dass diejenigen bestraft werden müssen, die die Teamorder ausgegeben haben", kritisierte er indirekt Teamchef Ron Dennis.

Indes sind die meisten Experten der Ansicht, dass McLaren-Mercedes nicht bestraft werden sollte. Damon Hill tanzt da aus der Reihe: "Es gibt einen unausgesprochenen Vertrag zwischen der Formel 1 und den Millionen, die sich das Rennen anschauen wollen. Dieser Vertrag ist gebrochen, wenn einer der Teilnehmer seinen Fahrern untersagt, gegeneinander frei zu fahren." Nigel Mansell widerspricht: "Jedes andere Team hätte es in der Situation genauso gemacht."

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