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Brawn: Michael wäre auch für weniger Geld gefahren

10. Mai 2007 - 20:40 Uhr

Ex-Ferrari-Chefstratege Ross Brawn ist auch heute noch begeistert von Michael Schumachers unglaublich professioneller Einstellung

Michael Schumacher und Ross Brawn
Immer noch voll von Michael Schumacher überzeugt: Ross Brawn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen wird immer wieder vorgeworfen, dass er viele Aspekte der Formel 1 etwas zu lax angeht und außerhalb des Rennautos nicht genug an sich selbst und für das Team arbeitet. Genau das Gegenteil war bei Michael Schumacher der Fall: Der siebenfache Weltmeister gilt immer noch als professionellster Grand-Prix-Pilot aller Zeiten.

Dass dieser Ruf gerechtfertigt ist, findet auch Ross Brawn, der bei Ferrari jahrelang mit ihm zusammengearbeitet hat: "Ich konnte ihn jederzeit anrufen und sagen: 'Schau, Michael, es hat sich etwas ergeben und wir brauchen dich morgen zum Testen.' Dann ließ er alles stehen und liegen. Er beschwerte sich nicht einmal. Wir wussten sogar, dass er froh darüber sein würde, etwas zu testen, was gar nicht geplant war. Also fuhr er dann tatsächlich", erinnerte sich der Brite.

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Obwohl es in der Formel 1 heutzutage um so viel geht, sei diese Einstellung keineswegs selbstverständlich: "Leider sind nicht alle Fahrer so wie Michael", seufzte Brawn. "Einige von ihnen jammern, dann muss man sie in den Arm zwicken und ihnen erklären, warum es so wichtig ist, dass sie zum Test kommen. Ich finde das erstaunlich, wenn man bedenkt, wie konkurrenzfähig und wie umkämpft die Formel 1 heutzutage ist."

Freilich kann man argumentieren, dass ein Rennfahrer noch nie zuvor so viel verdient hat wie Schumacher - angeblich alleine 35 Millionen Euro an Jahresgage von Ferrari -, doch Brawn ist davon überzeugt, dass der Deutsche auch für "einen Bruchteil" dessen gefahren wäre: "Geld war nie sein Anreiz, sondern immer nur ein Bonus. Sein Manager war ein guter Verhandler, aber Michael war einfach ein leidenschaftlicher Rennfahrer."

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