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Berger: Hamilton muss egoistisch sein

21. Mai 2007 - 10:18 Uhr

Gerhard Berger glaubt, dass sich Lewis Hamilton in der Formel 1 nur dann durchsetzen wird, wenn er sich egoistisch verhält

Gerhard Berger
Gerhard Berger weiß, dass ein Fahrer in der Formel 1 egoistisch sein muss
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gerhard Berger weiß, was es heißt, bei McLaren gegen einen Weltmeister im eigenen Team zu fahren: Von 1990 bis 1992 hatte er Ayrton Senna neben sich. Damals hatte er als aufstrebender Fahrer gegen den brasilianischen Superstar keine Chance - ganz anders als es heute zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso der Fall ist.

"Ich traf auf den schnellsten Fahrer, den es in der Formel 1 je gegeben hat, Ayrton Senna", erklärte Berger kürzlich. "Ein Team von McLarens Kaliber macht aber nicht Motorsport, um eine Nummer eins und eine Nummer zwei zu haben. Ich erinnere mich, dass Honda einmal nur einen Motor der neuesten Spezifikation hatte. Da warf Ron (Dennis, Teamchef; Anm. d. Red.) eine Münze, um zu entscheiden, wer den Motor bekommen soll. Ayrton gewann."

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"Ron", fuhr der Österreicher fort, "kann manchmal eine ziemliche Nervensäge sein, aber er verdient Anerkennung für das, was er mit Lewis gemacht hat. Ich halte Alonso derzeit für den Besten in der Formel 1 - und wir haben noch nicht alles von ihm im McLaren gesehen -, aber wir haben auch gesehen, dass Lewis einen großartigen Job macht."

Berger hofft nur, dass Hamilton nicht langfristig untergeht, weil er zu nett für die Formel 1 ist. Er selbst hatte damals gegen Senna nämlich nicht den Funken einer Chance, weil er es nicht verstand, das Team auf seine Seite zu ziehen: "Ein erfolgreicher Fahrer muss egoistisch sein - wie Senna und Schumacher. Bei Lewis muss man das abwarten. Die richtigen Instinkte hat er schon mal gezeigt", so der heutige Toro-Rosso-Miteigentümer.

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