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Barrichello: "Das Auto ist besser als je zuvor"

10. Mai 2007 - 21:02 Uhr

Rubens Barrichello im PK-Interview über die Krise bei Honda und warum sie seiner Meinung nach nicht mehr allzu lange andauen wird

Rubens Barrichello
Rubens Barrichello präsentiert sich trotz Krise weiterhin frohen Mutes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Rubens, vier Wochen ohne Rennen. War die Pause zu lang?"
Rubens Barrichello: "Es war ein bisschen zu viel. Ich fing schon damit an, auf der Straße schnell zu fahren, um die Sucht nach Geschwindigkeit zu befriedigen..."

Frage: "Wie stehst du zu den Änderungen der Strecke hier? Ist es besser für das Rennfahren, besser für die Fahrer?"
Barrichello: "Kann schon sein, dass die Rennen besser werden, aber wir haben zwei aufregende und herausfordernde Kurven verloren. Wenn ich zurückschaue, dann wurden auf diese Weise schon viele tolle Strecken kaputt gemacht. Mir wäre ein bisschen mehr Auslaufzone lieber, wenn wir dafür noch diese grandiosen Kurven haben könnten. In Hockenheim war es genauso. Die Strecke war nett, aber wir mussten etwas für die Sicherheit tun, also wurde die Strecke verkürzt. Ich möchte das nicht zu oft sehen, aber immerhin ist es jetzt sicherer und man kann besser überholen, also müssen wir unseren Frieden damit machen."

Weitere Updates für Montréal und Magny-Cours

Frage: "Du hattest in den ersten drei Rennen große Schwierigkeiten. Konntet ihr diese Probleme beim Testen hier beheben?"
Barrichello: "Das Auto ist besser als je zuvor. Der Test und die Bemühungen des Teams mussten sich ja auswirken, daher ist das Auto besser. Es haben sich aber alle gesteigert, also müssen wir mal auf die Strecke gehen und schauen, was passiert. Auch wenn wir wissen, wo der Hund begraben liegt, ist es nicht so einfach, eine Lösung zu finden. Das Team arbeitet 24 Stunden am Tag, volle Pulle, aber ich denke, es wird noch ein Weilchen dauern, bis wir alles im Griff haben. Wir werden weitere Updates wie dieses bekommen, eines für Montréal und eines für Frankreich. Dann sollten wir wieder ein konkurrenzfähiges Auto haben."

Frage: "Wie verzweifelt ist das Team inzwischen - und wie verzweifelt sind die Fahrer?"
Barrichello: "Es ist keine Verzweiflung, sondern wir arbeiten zusammen. Es bringt nichts, aus dem Auto zu steigen und darüber zu fluchen. Die Ingenieure wissen ja, was mit dem Auto los ist. Wir müssen die Probleme ganz spezifisch betrachten und an die Ingenieure weiterleiten, vor allem an jene, die an der Aerodynamik arbeiten. Dadurch werden wir das Auto schneller machen. Der Windkanal funktioniert jetzt gut und wir können sehen, dass die Dinge, die beim Testen etwas bringen, sich auch im Windkanal bewähren, was vorher nicht der Fall war. Wir gehen die Probleme also immer besser an."

Neuer Windkanal die Wurzel allen Übels?

Frage: "War das Problem also ein falsch kalibrierter Windkanal?"
Barrichello: "Nein, aber der Windkanal ist noch zu neu für uns. Das entdecken wir gerade. Ich sage nicht, dass er falsch kalibriert war. Wir mussten einfach verstehen lernen, was los war, aber jetzt schöpfen wir aus dem Windkanal Unterstützung. Daher kann ich sagen, dass wir zuversichtlich sind, das Problem zu lösen."

Frage: "Im Sommer wird wieder in Montréal gefahren, aber diesmal ohne den siebenfachen Weltmeister und ohne Lokalmatador Jacques Villeneuve. Was erwartest du dir von dem Wochenende dort?"
Barrichello: "Alle lieben es, nach Montréal zu kommen, weil die Stadt nett und die Strecke gut für Überholmanöver ist. Dieser Funke springt auf die Zuschauer über. Wir werden von den Fans immer herzlich empfangen, aber sie werden es schade finden, dass Jacques nicht mehr dabei ist. Was Michael angeht, kennen sie die Situation ja schon von den ersten TV-Übertragungen dieses Jahres. Da rechnen sie nicht mehr damit, dass er kommt. Trotzdem freue ich mich auf das Rennen."

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