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Alonso: "Es gibt wenig von mir zu erzählen"

15. Mai 2007 - 15:24 Uhr

Fernando Alonso sieht sich als ganz normaler 25-Jähriger, der nicht gerne im Rampenlicht steht und daher den Medien nicht vertraut

Fernando Alonso
Immer belagert von den spanischen Medien: Fernando Alonso
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Medienhype um Fernando Alonso hat in den vergangenen beiden Jahren in Spanien unglaubliche Ausmaße angenommen, weshalb es kein Wunder ist, dass sich der Doppelweltmeister manchmal danach sehnt, ein ganz normaler 25-Jähriger zu sein. Im Grunde genommen sieht er sich nämlich trotz seiner Formel-1-Erfolge nach wie vor so.

"Manchmal fühle ich mich von merkwürdigen Leuten umgeben", sagte er der 'Welt' über die Formel 1. "Ich bin ein 25-jähriger Junge, dem das Drumherum und die sonderbaren Dinge nicht gefallen. Ich mag Sport. Ich bin ein Wettkampftyp. Ich will alles gewinnen und mich ansonsten entspannen, mit meinem Fahrrad, mit Fußball, mit den Freunden, im Kino - mit so normalen Dingen, dass es wenig von mir zu erzählen gibt."

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Superstar hinter dem Steuer

Für die spanischen Medien ist er dennoch ein Superhero, quasi ein rennfahrender Popstar - noch mehr, seit er mit Raquel del Rosaio zusammen ist, der Frontfrau der spanischen Rockband El Sueño de Morfeo. Gerade beim Grand Prix in Barcelona wird er daher von Journalisten und Fotografen regelrecht belagert, auch wenn er zumindest privat nicht mehr ganz so schlimm verfolgt wird wie noch vor einem Jahr.

Dass er in der Öffentlichkeit nicht immer positiv dargestellt wird, empfindet Alonso als normal: "Wenn du in den Medien und der Werbung auftauchst, wenn die Leute dich also oft sehen, pflegen sie dich zu lieben oder zu hassen. Dazwischen gibt es nichts. Wenn dich irgendjemand nicht mag oder ein schlechtes Bild von dir zeichnen will, wird alles gegen dich ausgelegt. Wenn 100 Leute ein Autogramm wollen, und du schreibst 98, werden die zwei anderen es überall herumerzählen", erklärte er.

Alonso will mit allen gut auskommen

"Wer mich nicht kennt, kann sagen, was er will."
Fernando Alonso

Wichtig ist ihm, zu niemandem ein schlechtes Verhältnis zu haben, "weder mit Teamkollegen, noch mit Ex-Teamkollegen, Mechanikern, Ingenieuren, Sponsoren oder ehemaligen Schulkameraden. Ich habe gute Freunde, ich habe mich immer mit allen gut verstanden, auch wenn manchmal das Gegenteil behauptet wird und gesagt wird, ich sei schwierig und unsympathisch. Wer mich nicht kennt, kann sagen, was er will", meinte Alonso achselzuckend.

Dass er im Vergleich zu seinen sympathischen Anfangsjahren inzwischen manchmal ein bisschen arrogant rüberkommt, liegt in erster Linie daran, dass sich so viele Menschen für ihn interessieren, dass er bei weitem nicht mehr alle Anfragen befriedigen kann: "Du willst es ihnen allen recht machen, aber man darf sich nicht von diesen Gefühlen tragen lassen. Man muss sehr kalt sein", gab der McLaren-Mercedes-Pilot abschließend zu Protokoll.

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