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Albers: "Adrian hat es leichter"

21. Mai 2007 - 15:38 Uhr

Spyker-Pilot Christijan Albers im Interview über Pech im Rennen, seine Fortschritte auf der Rennstrecke und die Vorteile seines Teamkollegen Adrian Sutil

Christijan Albers
Christijan Albers verzeichnet bei sich um dem Team eine Leistungssteigerung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "In Spanien sind wieder beide Autos ins Ziel gekommen. Warst du mit der allgemeinen Perfomance zufrieden?"
Christijan Albers: "Sie wird besser und besser. Es ist nur schade, dass ich die Durchfahrtsstrafe bekommen habe. Aber egal, das ist abgehakt. Zu Rennbeginn konnte sich Adrian (Sutil; Anm. d. Red.) etwas von mir absetzen. Dann hatte ich einen guten Boxenstopp und ich kam wieder nah an ihn heran. Ich hatte ganz gute Reifen und hätte ihn einholen können, aber dann steckte ich im Verkehr fest und dann kam auch noch die Strafe, das war also wirklich schade. Du hast mal gute und mal schlechte Rundenzeiten und du jagst dich selbst."

"Als ich dann an die Box kam, um die harten Reifen aufziehen zu lassen, hatten wir ein Problem und der Motor ging aus. Aber wir haben das Rennen beendet und das war sehr wichtig, da wir so viele Daten wie möglich sammeln und vom Auto so viel wie möglich lernen müssen. Manchmal war es im Rennen richtig gut zu fahren und manchmal war es schwer. So ist das immer!"

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Reifen bereiten noch Probleme

Frage: "Piloten, die wie du einen aggressiveren Fahrstil haben, haben zum Teil in diesem Jahr größere Probleme, mit den harten Reifen zurecht zu kommen. Wie versuchst du, das zu ändern?"
Albers: "Ich versuche, mich selbst anzupassen und ich versuche zusammen mit den Ingenieuren herauszufinden, wie wir das Auto besser machen können. Leute, die aggressiv fahren, zum Beispiel Robert Kubica, Fernando Alonso oder auch Kimi Räikknen, haben da denke ich ebenso Probleme wie ich. Man muss nur versuchen, sich dem so schnell wie möglich anzupassen."

"Adrian macht einen tollen Job, er ist ein wirklich schneller Fahrer, aber er musste sich dem Auto auch nicht neu anpassen."
Christijan Albers

Frage: "Wenn man sich im Auto nicht wirklich wohl fühlt, verliert man dann ein bisschen das Vertrauen?"
Albers: "Wenn du nicht weißt, wie es früher war, dann lernst du das Auto so kennen, wie es ist. Aber wenn du es letztes Jahr schon gefahren bist, ist es viel schwerer. Adrian macht einen tollen Job, er ist ein wirklich schneller Fahrer, aber er musste sich dem Auto auch nicht neu anpassen. Er konnte nicht dasselbe erwarten wie wir nach der vergangenen Saison. Mit den 2006er Reifen war es wirklich ein Formel-1-Auto, du bist eingestiegen, konntest Gas geben und das Auto war wirklich gut zu fahren. Jetzt ist es natürlich auch gut, aber es ist schwerer zu fahren, und das sieht man. Ich denke, das ist bei Lewis Hamilton genau dasselbe."

Lieber jetzt Pech als mit dem neuen Auto

Frage: "Hast du das Gefühl, dass du Fortschritte machst?"
Albers: "Ja, ich bin jetzt wirklich zufrieden. Das mag vielleicht komisch klingen, aber wir verbessern uns ständig. Das Set Up wird besser und ich selbst auch und man sieht, dass ich aufhole. Im Qualifying hätte ich vor Adrian stehen sollen, aber ich hatte bei einem letzten Outing Verkehr auf der Strecke. Das waren vier Autos in der ersten Kurve und dann waren es drei Autos. Aber ich habe lieber jetzt Pech als dann später in der Saison, wenn wir das neue Auto haben, da freue ich mich schon drauf."

Frage: "Freust du dich schon auf Monaco?"
Albers: "Ja klar! Aber für einen Piloten ist das wirklich ein schwieriges Wochenende, weil es soviel Ablenkung gibt. Da ist so viel los, die Boxen sind sehr klein und so weiter. Aber ich denke, dass Sonntagabend alle relaxen und alles easy sein wird."