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Silberpfeile im ersten Monaco-Training voran

24. Mai 2007 - 11:33 Uhr

Fernando Alonso und Lewis Hamilton landeten im ersten Freien Training vor Nick Heidfeld - Unfall von Giancarlo Fisichella in der Sainte Devote

Fernando Alonso
Dank weicher Reifen setzte sich Fernando Alonso vor Lewis Hamilton
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Strahlender Sonnenschein, knapp über 30 Grad Lufttemperatur, Glitter und Glamour überall - und jede Menge Fahrbetrieb auf der Strecke: Besser als heute Morgen mit dem ersten Freien Training über 90 Minuten hätte der Grand Prix von Monaco 2007 eigentlich nicht eröffnet werden können. Am schnellsten waren dabei die McLaren-Mercedes-Piloten.

Offenbar beflügelt von den Steinmetz-Diamanten auf ihren Helmen waren die Silberpfeile nicht zu bremsen: Lewis Hamilton setzte schon nach 20 Minuten seine erste Duftmarke und lag dann lange in Führung, bis er von seinem Teamkollegen Fernando Alonso zum Ablauf der ersten Stunde abgelöst wurde. Letzterer absolvierte insgesamt 33 Runden und kam auf eine Bestzeit von 1:16.973 Minuten, womit er 0,628 Sekunden Vorsprung hatte.

Hamilton von Anfang an auf Speed

Hamilton schien sich auf der Strecke von Anfang an pudelwohl zu fühlen, machte einen sehr aggressiven, aber immer kontrollierten Eindruck, wurde schlussendlich nach 14 Runden Zweiter. Zuversichtlich kann der Youngster dennoch sein, denn im Gegensatz zu Alonso und Nick Heidfeld (3./BMW Sauber F1 Team/+ 0,643/31 Runden) verwendete er keine weichen Reifen. Außerdem konnte er in der letzten halben Stunde nicht mehr trainieren.

Ebenfalls in starker Form präsentierte sich Monaco-Spezialist Giancarlo Fisichella (27 Runden), der wenige Minuten vor Schluss erst die Hafenschikane abkürzte - übrigens genau wie sein Teamkollege Heikki Kovalainen (16./+ 2,348/27 Runden) -, sich dann mit nur 0,785 Sekunden Rückstand auf Platz vier verbesserte und wenige Meter nach der Ziellinie in der Sainte-Devote-Kurve mit der Schnauze voran in der Mauer landete und aussteigen musste.

Überhaupt war die Schlussphase turbulent, denn auch Mark Webber (6./Red-Bull-Renault/+ 0,983/19 Runden) küsste in seiner letzten Runde die Mauer, wodurch einer seiner Bridgestone-Reifen aufgeschlitzt wurde. Die starke Zeit kann ihm aber niemand mehr wegnehmen, schließlich war er nur um ein paar Tausendstelsekunden langsamer als Kimi Räikkönen (5./Ferrari/+ 0,945/28 Runden), der seinerseits eine unauffällige Session fuhr.

Ferrari ohne weiche Bridgestone-Reifen

Apropos unauffällig: Ferrari verzichtete auf die weichere Bridgestone-Mischung und arbeitete stattdessen gezielt am geplanten Programm. Felipe Massa belegte so schlussendlich den achten Platz, 1,216 Sekunden hinter der Spitze, nach 29 Runden. Unmittelbar vor ihm klassierte sich mit einem starken Versuch in der allerletzten Minute Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,101/27 Runden) als zweitbester Deutscher.

Felipe Massa
Der Ferrari wurde für Monaco in einem dunkleren Rot als sonst lackiert
© xpb.cc

Rubens Barrichello (+ 1,703/22 Runden) und der Teamkollege des Brasilianers, Jenson Button (+ 2,359/27 Runden) zeigten auf den Positionen zehn und 17 eine erste Aufwärtstendenz bei Honda, zumal man erwähnen muss, dass Buttons schnellste Runde vom langsam durch die Gegend rollenden Massa zunichte gemacht wurde. Ebenfalls recht stark: Alexander Wurz (11./Williams-Toyota/+ 1,896/29 Runden) und die gesamte Red-Bull-Flotte.

Nur ein kurzer Abbruch der Session

Zu den Zwischenfällen: Nach gut 20 Minuten musste wegen eines technischen Defekts bei Christijan Albers (22./Spyker-Ferrari/+ 6,262/5 Runden) kurz abgebrochen werden, Vitantonio Liuzzi (15./Toro-Rosso-Ferrari/+ 2,312/24 Runden) war eine Stunde lang zum Zuschauen aus der Box verdammt und in der Hafenschikane kam es zum einen oder anderen Ausritt. Abgesehen von Fisichella und Webber blieben aber alle Mauerküsse ohne Folgen.

Fehlen noch die beiden übrigen Deutschen, Ralf Schumacher (Toyota/+ 2,826/25 Runden) und Adrian Sutil (Spyker-Ferrari/+ 4,661/19 Runden): Schumacher landete als 20. knapp hinter seinem Teamkollegen und begann das Wochenende damit denkbar schlecht, während Sutil als 21. ebenfalls enttäuscht sein dürfte, schließlich ist sein F8-VII offenbar wieder das ganz klar unterlegene Auto im gesamten Starterfeld.

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