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Wurz: "Im Moment bin ich superhappy"
Auch wenn er nach drei Rennen noch punktelos ist, fühlt sich Alexander Wurz als Grand-Prix-Fahrer des Williams-Teams pudelwohl
(Motorsport-Total.com) - Alexander Wurz und Williams, das sitzt irgendwie: auf der einen Seite die knallharten Racer Frank Williams und Patrick Head, denen kein Fahrer je so wichtig sein kann wie die Performance ihres Autos, auf der anderen Seite der analytische Österreicher, der mit seiner unkomplizierten No-Bullshit-Mentalität hervorragend ins Teamgefüge passt.
"Ich komme mit beiden sehr gut aus, auch mit Sam Michael - mit jedem im Team", erklärte Wurz im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich weiß natürlich aus der Geschichte, dass sie beinhart sein können, wenn es einmal nicht so gut läuft, wenn sie mit einem Fahrer nicht zufrieden sind. Das ist hundertprozentig ihr Anrecht, weil ihnen das Team gehört. Jedem Chef obliegt es, eine Firma so zu führen, wie er es will."
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0:3 im Qualifyingduell gegen Rosberg
Dennoch hat der 33-Jährige keine Angst, dass er vor die Tür gesetzt werden könnte, auch wenn er im Qualifyingduell gegen Nico Rosberg bereits 0:3 hinten liegt, denn: "Ich tue mein Bestes, ihnen keinen Grund zu geben, dass sie auf mich grantig sind. Im Augenblick bin ich superhappy, weil es eine sehr offene Zusammenarbeit ist, auf der Technik basierend. Das ist mein Bereich, in dem ich mich sehr wohl fühle. Das passt sehr gut", so der Ex-Testfahrer.
Klar ist aber auch: Sollte er gegen Rosberg in dieser Saison dauerhaft kein Land sehen, würde dies möglicherweise das Ende seiner Grand-Prix-Karriere bedeuten, denn sein Williams-Rennvertrag läuft angeblich nur bis Jahresende - und ob ihn ein anderer Rennstall im so fortgeschrittenen Alter noch verpflichten würde, steht in den Sternen. Seine Entwicklerqualitäten sind zwar unbestritten, prädestinieren ihn aber eher als Testfahrer.
Aber: "Erstens gehe ich nicht auf meine Vertragslänge ein", hielt Wurz fest. "Zweitens ist es vollkommen wurscht, wie lange dein Vertrag ist, denn wenn die Leistung nicht stimmt und das Team nicht zufrieden ist, bist du in der Formel 1 sowieso Geschichte." Gerade ehemalige Williams-Piloten können davon ein Liedchen singen, denn das britische Team hat schon Weltmeister gefeuert, wenn den knorrigen Chefs etwas nicht gepasst hat.
Wurz will Williams nach vorne bringen
"Die Aufgabenstellung für mich ist", fuhr der Österreicher fort, "mit dem Team gemeinsam eine gesunde Basis zu schaffen, um nach vorne zu kommen. Das ist eine Arbeit, die drückt sich in erster Linie in Punkten oder Resultaten aus. Das ist eine 24-Stunden-Aufgabe, die ganze Woche mit dem Team zusammenzuarbeiten. Ich muss Richtungen vorgeben, Entwicklungen, aktiv mitdenken, die Leute motivieren."
"Das ist ein ganz entscheidender Punkt, der dann sich dann natürlich im Endeffekt in Resultaten ausdrücken muss. Da sind wir gerade dabei, das Auto im Idealfall schon bis Barcelona noch um ein, zwei Zehntel schneller zu machen, damit wir auch bei jedem Rennen Punkteansprüche haben - nicht nur dann, wenn wir es im Zeittraining schaffen, gut abzuschneiden", gab der Routinier abschließend zu Protokoll.











