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Streckenlayout für Singapur steht angeblich fest

09. April 2007 - 19:36 Uhr

Der geplante Stadtkurs in Singapur verspricht spektakulär zu werden - Begeisterung in Malaysia über zweites Rennen in der Region hält sich in Grenzen

Singapur
In Singapur soll vor malerischer Kulisse ein Formel-1-Nachtrennen stattfinden
© Singapore Tourism

(Motorsport-Total.com) - Schon 2009, so will es Bernie Ecclestone, soll im asiatischen Stadtstaat Singapur ein Formel-1-Nachtrennen ausgetragen werden. Zwar ist der Grand-Prix-Vertrag noch nicht unterschrieben, doch in Branchenkreisen heißt es, dass dies nur noch Formsache ist. Diverse Insider sprechen jedenfalls schon so von Singapur, als sei alles längst in trockenen Tüchern.

Außenminister George Yeo steigt jedoch vorerst noch auf die Euphoriebremse: "Ob es einen Deal geben wird, wissen wir nicht", wird er von der 'New Straits Times' zitiert. "Ich denke, das werden wir in Kürze erfahren. Die Regierung hat ihre Einwilligung für das Projekt gegeben, allerdings basierend auf bestimmten Konditionen. Die Verhandlungen zwischen Ong Beng Seng (Immobilienhai; Anm. d. Red.) und Bernie Ecclestone gehen weiter."

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Acht Rechts- und fünf Linkskurven

Wie konkret das Vorhaben ist, die Formel 1 in die 4,5-Millionen-Stadt in Südostasien zu holen, beweist auch die Tatsache, dass unsere Kollegen von 'grandprix.com' bereits eine Streckenskizze vorliegen haben. Demnach wird der Kurs acht Rechts- und fünf Linkskurven beinhalten, die meisten davon im 90-Grad-Winkel - also sehr ähnlich der Strecke in Phoenix, in der bis Anfang der 1990er-Jahre der Grand Prix der USA ausgetragen wurde.

Die temporäre Anlage nach Monaco-Vorbild wird in einem Promenadenpark am Jachthafen, in dem auch die Boxenanlage und der Paddock untergebracht werden sollen, starten. Anschließend geht es am berühmten Riesenrad der Stadt vorbei, das zu den beliebtesten touristischen Zielen in der Stadt gehört, ebenso wie am Rathaus und an der St.-Andrew's-Kathedrale. Highlight aus fahrerischer Sicht ist eine lang gezogene Rechtskurve in Form eines Dreiviertelkreises.

Malaysia fürchtet um 20.000 Zuschauer

Indes wird aus Malaysia erste Kritik am Singapur-Projekt laut, denn die Veranstalter am Sepang International Circuit fürchten um einen nicht unerheblichen Teil ihres Publikums. Immerhin geschätzte 20.000 der 115.000 Zuschauer am gestrigen Renntag kamen aus dem benachbarten Stadtstaat. "Die Region sollte nur ein Formel-1-Rennen haben", so Malaysias Sportminister Datuk Azalina Othman Said. "Singapur darf nicht mit uns konkurrieren. Ich mache mir aber keine Sorgen deswegen."

Yeo versuchte indes sofort, die aufkommenden Wogen gleich im Ansatz zu glätten: "Wenn es um Singapur geht, dann wünschen wir uns eine gegenseitig bereichernde Beziehung zur Formel 1 in Sepang", sagte der Politikerkollege von Othman. "Unsere Anlage wäre ein Stadtkurs. Ich glaube, weil die zwei Termine voneinander entfernt wären, könnten wir uns gegenseitig beleben und den Formel-1-Markt in Südostasien entwickeln."

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