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Stewart rät Hamilton: Abcashen solange du kannst!

10. April 2007 - 11:16 Uhr

Jackie Stewart rät Lewis Hamilton, aus Großbritannien wegzuziehen und schon jetzt damit zu beginnen, ein Vermögen für später anzuhäufen

Jackie Stewart
Jackie Stewart rät Lewis Hamilton dazu, jetzt schon für später Geld anzusparen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist der kommende Superstar der Formel 1 - nicht nur sportlich, sondern auch kommerziell, denn wegen seiner dunklen Hautfarbe gilt er in der Ära nach Michael Schumacher als potenzieller Werbeträger Nummer eins. Außerdem liegt ihm halb Großbritannien schon nach zwei Rennen zu Füßen, so dass kein Hahn mehr nach Jenson Button kräht.

Jackie Stewart, dreifacher Formel-1-Weltmeister, rät Hamilton nun dazu, solange abzucashen, wie es eben möglich ist, denn bekanntlich hat jeder Sportler ein befristetes Ablaufdatum. Der Schotte empfiehlt seinem britischen Landsmann daher sogar, die Insel zu verlassen und nach Monaco und in die Schweiz zu ziehen, um Steuern zu sparen. Er selbst bereut heute, dies zu aktiven Zeiten nicht gemacht zu haben.

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Fahrer verdienen viel mehr als vor 30 Jahren

"1971", erinnerte er sich im 'Sunday Mirror', "verdiente ich 1,5 Millionen Pfund pro Jahr (nach heutigem Wechselkurs 2,2 Millionen Euro; Anm. d. Red.). Ich verließ Großbritannien, weil ich 93 Prozent Steuern zahlen musste. Heute bekommen die Fahrer das 15- oder 20-Fache an Kaufkraft. Wenn du lebst wie ein Rennfahrer, dann brauchst du 100 Millionen, nicht eine. Da kannst du es dir nicht leisten, in Großbritannien zu bleiben und so viel Steuern zu zahlen."

"Das hört sich jetzt nach viel Geld an, aber du brauchst ja auch jede Menge, wenn du einmal damit anfängst, teure Hotelsuiten zu mieten, mit einem Privatjet zu fliegen oder eine Jacht zu kaufen. Sportler haben nur einen sehr kurzen Zeitraum, in dem sie ihr Geld verdienen können. Lewis ist 22 Jahre alt. Michael war 37, als er zurückgetreten ist", so Stewart, der mit diesen Aussagen seinem Ruf als knauseriger Schotte voll gerecht wird.

Hamilton bodenständiger als Button?

Der 67-Jährige selbst ist ein gemachter Mann, seit er sein Formel-1-Team 1999 an Ford verkauft hat. Heute ist er als Sponsorenberater für die Royal Bank of Scotland tätig. Dass Hamilton einen finanziell ähnlich erfolgreichen Weg einschlagen wird, steht für ihn außer Zweifel: "Ich denke nicht, dass er so ein Junge ist, der sich den Kopf vom Lifestyle berauschen lässt, wie es Jenson passiert ist", gab Stewart zu Protokoll.

Hamilton selbst bestätigte dies gegenüber 'formula1.com': "Sicher werden sich einige Aspekte meines Lebens ändern, aber das soll mich nicht ändern. Ja, es werden sich Türen öffnen und es werden Dinge passieren, die ich nicht will, aber ich mache ja meinen Traumjob. Das gehört dazu. Ich werde mit Team und Familie einen Weg finden, das zu managen und mich daran zu gewöhnen - an das Gute wie an das schlechte", sagte er.