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Schumacher setzt sich für Verkehrssicherheit ein

23. April 2007 - 10:34 Uhr

Michael Schumacher nimmt sich nach seinem Karriereende intensiv Zeit, um sich für die Verbesserung der weltweiten Verkehrssicherheit einzusetzen

Michael und Corinna Schumacher
Weltweite Verkehrssicherheit ist Michael Schumacher ein großes Anliegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Zeit nach seiner Formel-1-Karriere will Michael Schumacher einerseits nutzen, um sich mehr Zeit für sich selbst und seine Familie zu nehmen, andererseits soll sein Leben von nun an jedoch nicht nur daraus bestehen, in Florida am Strand zu liegen. Im Gegenteil: Der 38-Jährige will seine Popularität nutzen, um auf der Welt Gutes zu bewegen.

Ganz konkret beginnt er nun damit, indem er sich für eine Kampagne namens "Macht die Straßen sicher" einzusetzen, die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Der Deutsche gehört in seiner Funktion einer Kommission unter dem Vorsitz von Lord Robertson an, die in den nächsten zehn Jahren knapp 300 Millionen Euro investieren wird, um den Straßenverkehr vor allem in den Entwicklungsländern sicherer zu machen.

Appell im britischen 'Guardian'

Schumacher schrieb zu Beginn der ersten Aktionswoche, die heute beginnt, einen Beitrag, der im britischen 'Guardian' veröffentlicht wurde. Die Kernpunkte seiner Aussagen:

- 1,2 Millionen Menschen sterben jährlich bei Verkehrsunfällen
- besonders betroffen sind Entwicklungsländer
- Kinder, Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer sind die häufigsten Opfer
- Straßen sollen in unterentwickelten Regionen ausgebaut werden

Industriestaaten als Beispiel

Der siebenfache Weltmeister zeigte sich in seinem Beitrag optimistisch, langfristig tatsächlich etwas bewegen zu können, "denn in den Industriestaaten haben wir in den vergangenen 30 Jahren bewiesen, dass man die Verkehrstoten reduzieren kann, obwohl das Verkehrsaufkommen steigt. Während meiner Rennkarriere habe ich viele Hochgeschwindigkeitsunfälle überlebt, weil die Sporthoheit ein System entwickelt hat, das die Sicherheit in den Vordergrund stellt."

"Schlussendlich kommt es darauf an, wie viele Todesfälle im Straßenverkehr wir bereit sind zu akzeptieren. Heute tolerieren wir einen alle 30 Sekunden. Die bessere Alternative ist, die Straßen durch aktives Handeln sicherer zu machen", beschloss er seinen Appell an die Öffentlichkeit.

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