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Renault gibt zu: Irgendetwas ist "grob daneben"

10. April 2007 - 09:46 Uhr

Noch immer tappt man bei Renault im Dunkeln, warum der R27 nicht schneller ist - Reifen sind höchstwahrscheinlich einer der Faktoren

Pat Symonds
Pat Symonds weiß noch immer nicht, warum der R27 viel zu langsam ist
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei Jahren, in denen jeweils beide WM-Titel geholt werden konnten, ist Renault in dieser Saison mit einem Schlag vom ersten auf den vierten oder fünften Platz zurückgefallen. Das Schlimmste daran ist, dass die Franzosen noch nicht einmal genau wissen, warum ihr neuer R27 einfach nicht auf Geschwindigkeit kommt.

"Wir stehen vor vielen Fragen", erklärte Chefingenieur Pat Symonds gegenüber 'autosport.com', "die wir wie Sherlock Holmes Schritt für Schritt abarbeiten müssen, bis nur noch die wahrscheinlichen Ursachen auf dem Zettel stehen. Wir wissen, dass wir in schnellen Kurven langsam sind, wie man an den Sektorenzeiten erkennen kann. Wir sind aber auch unkonstant. Das sehe ich freilich auch bei anderen Teams, die insgesamt mehr Performance haben."

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"Uns ist bewusst, dass irgendetwas grob daneben ist, aber wir wissen noch nicht was, auch wenn wir einige mögliche Ursachen bereits eliminiert haben", so der Brite. Beispielsweise könne der Einbruch nichts mit der neuen Unterbodenregel zu tun haben, durch die man sogar eher schneller wurde. Vielmehr vermutet man den Sargnagel im Bereich der Reifen, denn selbst das weltmeisterliche 2006er-Auto war bei den November-Tests auf Bridgestone auf einmal lahm.

"Es ist eine Tatsache, dass wir Aeroperformance verloren haben, als wir die Reifen erstmals auf das 2006er-Auto montierten", bestätigte Symonds. "In der Vergangenheit, als es bei den Reifen noch mehr Freiheiten gab, haben wir die Reifen sogar viel im Windkanal gearbeitet. Das geht jetzt nicht mehr. Wir haben den Verlust wieder zurückgewonnen, aber gleichzeitig in anderen Bereichen verloren. Ich schaue mir den Honda an und frage mich, ob das nicht genau das Gleiche ist bei denen."