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Regeländerung löst Sicherheitsdiskussion aus

05. April 2007 - 11:54 Uhr

Nicht alle Mitglieder des Formel-1-Trosses sind von der Tatsache begeistert, dass ab dem kommenden Jahr die Traktionskontrolle verboten sein wird

Reifenabrieb
Solch massiven Reifenabrieb sieht man derzeit nur, wenn er "gebraucht" wird...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Die ab 2008 geplante Abschaffung der Traktionskontrolle hat eine Sicherheitsdiskussion in der Formel 1 ausgelöst. "Wenn ich mir überlege, wie oft das System beim Fahren eingreift, dann befürchte ich, dass es nächstes Jahr große Unfälle geben wird", erklärte Adrian Sutil, deutscher Pilot beim Rennstall Spyker. Auch der Japaner Takuma Sato von Super Aguri äußerte am Rande des Großen Preises von Malaysia in Kuala Lumpur Bedenken.

Die Mehrzahl der Fahrer glaubt allerdings, dass die Abschaffung des Hilfssystems die Rennen spannender machen wird. "Das wird viel mehr Spaß machen und geht in die richtige Richtung. Die Rennen werden interessanter sein, weil es mehr Fehler der Fahrer geben wird", meinte BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld. Auch sein Motorsportchef Mario Theissen begrüsst die Entscheidung: "Geld wird damit nicht gespart, aber die Show wird besser."

Das System, das ein Durchdrehen der Räder besonders beim Start verhindert, wurde 1993 schon einmal verboten, dann aber 2001 wieder eingeführt. Damals konnte durch die Elektronik nicht genau überprüft werden, ob das System in einem Auto verwendet wurde oder nicht. Das Problem der Nachweisbarkeit soll im kommenden Jahr mit der Einführung von einheitlichen Elektroniksystemen gelöst werden.

Ralf Schumacher von Toyota befürchtet allerdings neue Probleme: "Das wird wieder neue Diskussionen bringen, ob nicht doch der eine oder andere eine Art Traktionskontrolle hat. Das könnte der Formel 1 wie damals schaden."

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