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Nach Kritik: Schumacher will Antwort auf Strecke geben

19. April 2007 - 10:22 Uhr

Auch wenn sich der Toyota-Pilot nach den ersten drei Rennen viel Kritik der Medien anhören muss, lässt er sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen

Ralf Schumacher
Schumacher will die Kritiker mit guten Leistungen verstummen lassen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Drei Rennen, ein WM-Punkt - so hatte sich Ralf Schumacher den Start in die Formel-1-Saison 2007 nicht vorgestellt. Es läuft derzeit nicht rund für den 31-Jährigen, der sich in den vergangenen Tagen von einigen deutschen Medien hart kritisieren lassen musste. Doch diese Kritik lässt der Familienvater an sich abprallen, schließlich weiß er ganz genau, warum in den ersten Grands Prix keine besseren Ergebnisse möglich waren.

Sein Arbeitsgerät, der Toyota TF107, ist noch nicht konkurrenzfähig genug: "Das Untersteuern des Autos ist ein echtes Problem, mit dem mein Teamkollege Jarno Trulli und ich noch etwas mehr zu kämpfen haben", erklärt der Deutsche auf seiner Internetseite. "Ich hoffe aber, dass wir die nächsten Wochen - vor allem mit dem Test in Barcelona - so nutzen können, dass dieses Problem entschärft und die Performance verbessert wird."

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher: "Kein Fahrer verändert seinen Fahrstil von heute auf morgen"
© xpb.cc

Einige "Experten" sind der Meinung, dass Ralf Schumacher seinen Fahrstil einfach ändern müsse. Er könne so die Schwächen seines Autos kaschieren und wieder bessere Ergebnisse einfahren. Darüber kann der sechsfache Grand-Prix-Sieger nur mit dem Kopf schütteln: "Manche Leute verstehen einfach zu wenig vom Rennfahren. Kein Fahrer verändert seinen Fahrstil von heute auf morgen."

Stattdessen ist die Baustelle bei der Technik zu suchen, so wie es der Toyota-Rennstall selbst erklärt hat: "Es geht einfach darum, das Auto besser abzustimmen und auf die Bedürfnisse des Piloten zu reagieren. Daran werden die Toyota-Leute und ich hart arbeiten." So wie schon im vergangenen Jahr, als das Auto modifiziert wurde und Schumacher schlagartig besser zurechtkam und Teamkollege Jarno Trulli hinter sich lassen konnte.

"Mit unsachlichen Kommentaren beschäftige ich mich nicht."
Ralf Schumacher

Mit Kritik hat Ralf Schumacher grundsätzlich kein Problem, "aber mit unsachlichen Kommentaren beschäftige ich mich nicht und lasse mich erst recht nicht davon nervös machen." Sein Manager Hans Mahr ergänzt: "Wenn angebliche Experten, die nicht einmal an der Strecke waren, per Ferndiagnose herumschimpfen, dann richtet sich das gegen sie selbst."

Die Antwort soll auf der Rennstrecke folgen

"Meine Antwort werde ich auf der Strecke geben, sobald das Auto wieder konkurrenzfähig ist", fährt der Familienvater fort. "Die beste Antwort auf ungerechtfertigte Kritik sind nämlich gute Resultate. Die Saison ist noch lang, es sind erst drei von 17 Rennen gefahren. Da wird es noch einige Überraschungen geben. Ich gehe davon aus, dass ich wie im vergangenen Jahr im Laufe der Saison immer besser abschneiden werde."

Hans Mahr und Ralf Schumacher
Hans Mahr und Ralf Schumacher: "Hantieren mit Nebelkanonen"
© xpb.cc

Auch das Thema Vertrag wurde in den vergangenen Wochen von den Medien aufgegriffen. Es wurde sogar das Gerücht in die Welt gesetzt, Nick Heidfeld könnte seinen Landsmann bei Toyota ablösen - was prompt von allen Seiten dementiert wurde. "Da wird offensichtlich von verschiedenen Seiten mit Nebelkanonen hantiert", meint Mahr dazu.

Keine Zukunftsorgen im Schumacher-Lager

Nach Aussage des Managers stehe man in ständigem Kontakt mit dem Toyota-Management, auch wenn man sich derzeit auf die Saison 2007 konzentriert: "Wir haben bereits vor einiger Zeit mit Toyota vereinbart, dass wir erst gegen Mitte des Jahres über eine Verlängerung sprechen werden. Dabei bleibt es."

Ralf Schumacher - neben Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Adrian Sutil einer von vier Deutschen in der "Königsklasse des Motorsports" - muss sich nach Mahrs Ansicht keine Sorgen um seine Zukunft im Sport machen: "Ralf gehört zu den besten Formel 1-Fahrern der Welt. Um seine Zukunft braucht sich niemand Sorgen zu machen. Für ihn gibt's immer einen Platz im Cockpit, wenn er will."

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