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Massa würde Hamilton wieder angreifen

10. April 2007 - 19:00 Uhr

Felipe Massa gibt zu, in Malaysia einen Fehler gemacht zu haben, allerdings bereut er seine Attacke gegen Lewis Hamilton auch im Nachhinein nicht

Felipe Massa
Felipe Massa bereut es nicht, Lewis Hamilton angegriffen zu haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Felipe Massa war am vergangenen Wochenende der schnellere Ferrari-Fahrer, sicherte sich die Pole Position, hatte im Rennen alle Chancen auf den Sieg. In den ersten Runden wirkte er auch sehr aggressiv, nachdem er am Start hinter die beiden Silberpfeile zurückgefallen war, doch ein Ausritt nach einem Überholversuch gegen Lewis Hamilton warf ihn auf Platz fünf zurück.

Dort blieb er dann auch bis zur Zieldurchfahrt, womit er in der Weltmeisterschaft weiteren Boden verlor. Der Brasilianer musste sich anschließend einiges an Kritik anhören, die von ihm jedoch weitgehend abprallt. Zwar gibt er zu, einen Fehler gemacht zu haben, doch in der gleichen Situation würde er sich auch jetzt nicht anders verhalten: "Ich hatte nur die Gewissheit, dass meine Chancen dahin sein würden, wenn ich nicht an Lewis vorbeigehe", sagte er.

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Hamilton hatte mehr Benzin an Bord

"Platz drei wäre das Maximum für mich gewesen. Mein Benzin reichte bis Runde 17, Lewis hatte drei Runden mehr im Tank - da hätte ich ihn bei den Boxenstopp niemals überholt, also musste ich versuchen, ihn auf der Strecke zu schnappen. Folglich habe ich mir gesagt: Okay, ich will nicht hinter ihm stecken bleiben und mir das ganze Rennen das Heck eines McLaren anschauen", rechtfertigte sich Massa.

"Wenn jemand sagt, ich habe einen Fehler gemacht, dann stimmt das, denn sonst wäre ich weiter vorne gelandet. Ich bereue aber nicht, es versucht zu haben", stellte er klar. "Im Leben muss man es versuchen - und wenn ich morgen noch einmal in der gleichen Position wäre, würde ich es wieder probieren. Hoffentlich würde es dann klappen! Ich weiß, das ist von außen schwer zu verstehen, aber im Cockpit war mein Handeln mit den Informationen, die ich hatte, richtig."

Unabhängig von seinem eigenen unglücklichen Auftritt schien Ferrari den Nimbus der Unbesiegbarkeit von Freitag und Samstag im Rennen verloren zu haben. Dies lag bei Kimi Räikkönen zum Teil am schaumgebremsten Motor, der nach einem Wasserleck in Australien geschont werden musste, doch so richtig erklären konnten sich die Mannen um Teamchef Jean Todt ihren plötzlichen Einbruch nach dem verpatzten Start nicht.

Fehlende Pace für Ferrari ein Rätsel

Auch Massa stand vor einem Rätsel: "Wir waren am Freitag schnell, am Samstag holte ich die Pole Position, aber am Sonntag hatten wir keine gute Rennpace", gab er unumwunden zu. "Warum? Ehrlich gesagt sind wir uns da selbst auch noch nicht ganz sicher. Manches kam vermutlich von Elementen des Setups und von Teilen, die wir im Rennen verwendet haben, aber McLaren hat auch einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht."

Aber: "Unsere Rennpace war nicht repräsentativ für das, wie gut wir hätten sein können und wie gut sie hätte sein sollen. Ich und Kimi steckten über weite Strecken im Verkehr fest. Wenn man bedenkt, dass ich in der Startaufstellung Erster war und Kimi Dritter, hätte das eigentlich nicht passieren dürfen. Ob unsere echte Pace so gut wie die von McLaren gewesen wäre, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wir ein gutes Auto haben", meinte der 25-Jährige abschließend.

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