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Manipulierte Beweise im "Kundenauto-Streit"?

26. April 2007 - 10:18 Uhr

Konstruktionspläne, die Spyker vor Gericht gegen die Scuderia Toro Rosso verwenden möchte, sind womöglich nachträglich manipuliert worden

Gerhard Berger mit Teamchef Franz Tost
Gerhard Berger mit Teamchef Franz Tost: Verwunderung aller Orten...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Derzeit ist eine Klage gegen die Scuderia Toro Rosso anhängig, denn das Spyker-Team ist der Meinung, dass der Rennstall kein eigenes Auto besitzt, sondern jenes des Schwesterteams Red Bull Racing einsetzt.

Spyker-Teamchef Colin Kolles glaubt, dass er sogar einen Beweis in der Hand hält, mit dem er ein Vergehen gegen das Concorde Agreement nachweisen kann, das besagt, dass alle Rennställe ihr Auto selbst designen und bauen müssen und von keinem anderen Rennstall Pläne oder Teile (abgesehen von Motor und Getriebe) erwerben dürfen.

Bei den Beweisen handelt es sich um Konstruktionszeichnungen, die dem Team - von wem auch immer - als Kopie zur Verfügung gestellt wurden. Natürlich haben Anteilseigner Gerhard Berger und Teamchef Franz Tost längst eine Untersuchung eingeleitet, um das Leck im Rennstall auszumachen, denn solche geheimen Informationen dürfen nicht nach außen gelangen.

Nach Informationen des Fachmagazins 'auto, motor und sport' gibt es noch eine weitere Ungereimtheit. So sollen sich auf dem entsprechenden Dokument Kennnummern befinden, "die nachträglich angebracht worden sein sollen". Auf der Zeichnung der Red Bull Racing-Teile befindet sich auch eine Teilenummer der Scuderia Toro Rosso, die an dieser Stelle nichts zu suchen habe.

Die Scuderia Toro Rosso sieht sich so oder so im Recht, man gibt sogar offen zu, dass beide Teams gleiche Teile verwenden. Man hat sich eines Tricks bedient und lässt diese Teile von einer Red-Bull-Drittfirma entwickeln, die sowohl Red Bull Racing als auch die Scuderia Toro Rosso bedient.

Sollte Red Bull beweisen können, dass das "Beweis"-Material nachträglich manipuliert wurde, um den Verdacht zu erhärten, dass beide Autos auf Basis einer Konstruktion von Red Bull Racing enstanden, könnte der Schuss für Spyker schnell nach hinten losgehen, schließlich ist auch die Herkunft der Blaupausen ungeklärt...

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