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Kovalainen lässt sich nicht unterkriegen

17. April 2007 - 14:56 Uhr

Heikki Kovalainen gibt zu, dass Renault von der schlechten Pace überrascht ist, glaubt aber, dass sich das Weltmeisterteam erfangen wird

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen hätte sich mehr erwartet als einen Punkt aus drei Rennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während Lewis Hamilton von Sternstunde zu Sternstunde fährt, geht der zweite Formel-1-Neuling bei einem Topteam, Heikki Kovalainen, momentan ein wenig unter: Nach drei Rennen steht der Finne mit einem einzigen WM-Punkt da - angesichts der Vorschusslorbeeren für ihn selbst und das Renault-Team eine herbe Enttäuschung.

"Für uns bei Renault", schrieb er in seiner Kolumne für die 'BBC', "war es ein sehr schwieriger Saisonauftakt, vor allem für die Mechaniker und die anderen Teammitglieder - nicht nur physisch, sondern auch mental. Unsere Konkurrenzfähigkeit ist ziemlich armselig, wir sind nicht dort, wo wir gerne sein würden. Es ist eine große Überraschung für uns, dass das Auto so deutlich hinter den Schnellsten zurückliegt."

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Das Team macht dafür in erster Linie den beinharten WM-Kampf im Vorjahr verantwortlich, durch den man sich erst recht spät auf das 2007er-Auto konzentrieren konnte. Im Gegensatz zu McLaren-Mercedes hat Renault nämlich bis auf Fernando Alonsos früheren Renningenieur Rod Nelson kaum Topingenieure an die Konkurrenz verloren, was intern und bei Beobachtern zu einem Rätselraten über den dramatischen Leistungsabfall führt.

"Das Auto wurde von den gleichen Leuten gebaut, die zwei Fahrer- und zwei Konstrukteurstitel gewonnen haben. Wir haben noch den gleichen starken, zuverlässigen Motor. Das wirft viele Fragen auf. Wir werden aber zurückschlagen. Wir haben die besten Mechaniker, Ingenieure und Designer, wir sind immer noch ein fantastisches Team. Wir werden eine Lösung finden, aber im Moment kann ich nur so gut wie möglich fahren", seufzte Kovalainen.

Den Kopf lässt er aber nicht hängen: "Ich bin immer sehr realistisch. Ich lebe in der Gegenwart. Es ist besser, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen, wenn es mal nicht so läuft. Für die Mechaniker und die anderen Leute im Team ist es wahrscheinlich schwieriger als für mich. Das sind schließlich die gleichen Leute, die in den vergangenen beiden Jahren Fernandos Auto betreut haben", gab der 25-Jährige zu Protokoll.