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Kovalainen: "Bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht"

16. April 2007 - 09:17 Uhr

Heikki Kovalainen hätte sein Team beim Grand Prix von Bahrain gerne mit einem WM-Punkt belohnt, doch dies blieb ihm verwehrt

Heikki Kovalainen vor Jarno Trulli
Heikki Kovalainen konnte Jarno Trulli nicht lange hinter sich halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Heikki, wie fühlst du dich nach dem dritten Grand Prix deiner Karriere?"
Heikki Kovalainen: "Als junger Fahrer nimmt man sich für seine ersten Grands Prix vor, es auf jeden Fall jeweils bis ins Ziel zu schaffen. Genau dies ist mir heute zum dritten Mal in Folge gelungen. Dass ich dabei den Sprung in die WM-Punkte knapp verpasst habe, gefällt mir natürlich weniger gut. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht, denn ich habe den ganzen Nachmittag wie ein Verrückter für das bestmögliche Ergebnis gekämpft. Was mich noch mehr ärgert ist aber die Tatsache, dass auch das gesamte Team in den vergangenen Wochen mit voller Macht gearbeitet hat, so dass ich den Kollegen gerne ein besseres Resultat geschenkt hätte - ein achter Platz als Dankeschön, sozusagen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, oder?"

Frage: "Wie lief es im Rennen?"
Kovalainen: "Ich war ziemlich beschäftigt, das könnt ihr mir glauben. Der Start ist mir gut gelungen, denn ich habe mich sofort um zwei Plätze verbessert, mich vor Nico Rosberg gesetzt und auch Jarno Trulli aussteigen lassen. Es ging etwas turbulent zu in der ersten Kurve, aber ich bin heil durchgekommen. Unglücklicherweise hat mein Auto aber, wohl auch aufgrund der schweren Treibstoffmenge an Bord, die weichen Reifen sehr schnell verschlissen. Mein erster Turn war sehr lang ausgelegt, so kam Trulli wieder an mir vorbei und auch Rosberg musste ich nach einer kleinen Auseinandersetzung ziehen lassen."

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Frage: "Wurden die Dinge dann wieder besser?"
Kovalainen: "Mit weniger Sprit an Bord und neuen weicheren Reifen ging es im zweiten Turn besser, plötzlich hat das Handling meines Renault R27 wieder gepasst. Ich holte auf die vor mir liegenden Fahrer zügig auf und dachte bereits darüber nach, ob nicht vielleicht doch noch der eine oder andere WM-Punkt für mich in Reichweite liegt..."

Frage: "Und was geschah dann?"
Kovalainen: "Nach dem zweiten Tankstopp, jetzt mit der härteren Laufflächenmischung an Bord, verschlechterte sich das Eigenlenkverhalten des Autos erneut. Abruptes Übersteuern setzte ein, das Heck schien in Kurven ständig ausbrechen zu wollen. Damit wurde es absolut unmöglich, die anderen noch einzuholen. Vielmehr hatte ich alle Hände voll zu tun, auf der Straße zu bleiben und war damit extrem beschäftigt - so wie alle anderen in meinem Team auch. Ich ging bis ans Limit. Jetzt müssen wir alle zur Verfügung stehenden Kräfte bündeln, um so schnell wie möglich wieder den Anschluss an die anderen Teams zu finden."