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Jordan: Dennis soll Hamilton nicht bemuttern

22. April 2007 - 11:33 Uhr

Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan versteht nicht, dass McLaren-Mercedes Youngster Lewis Hamilton von den Medien abschottet

Eddie Jordan
Eddie Jordan möchte mehr von Lewis Hamilton in den Medien sehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist nach drei Rennen die große Entdeckung der Formel-1-Saison 2007, wird speziell von den britischen Medien auch dementsprechend gefeiert. Dennoch ist er für die Journalisten vor Ort sehr schwer zugänglich, weil er von McLaren-Mercedes so gut es geht abgeschottet wird, um den Druck im ersten Jahr nicht ins Unermessliche steigen zu lassen.

Dies führt unter anderem dazu, dass der 22-Jährige in der Startaufstellung keine Interviews gibt, was Eddie Jordan überhaupt nicht nachvollziehen kann. Der Ex-Teamchef musste im Gegensatz zu Ron Dennis mit seinem Rennstall immer um jeden Cent hart kämpfen, weshalb es ihm ein Rätsel ist, dass McLaren-Mercedes nicht das Beste aus dem Hype um Hamilton herausholt, indem die Sponsoren in TV-Interviews einer breiten Masse präsentiert werden.

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"Medieninterviews generieren Interesse der Fans und Präsenz für zahlende Sponsoren, also sind sie das Lebensblut der Formel 1", schrieb Jordan in seiner Kolumne für 'F1 Racing'. "Was hat sich Ron Dennis dabei gedacht, als er Lewis Hamilton auf den Grids in Melbourne und Sepang keine Interviews geben ließ? Zehn andere Fahrer hätten es liebend gerne gemacht und der Sponsor hätte sein Logo am rechten Arm des Fahrers in den Vorstartminuten im Fernsehen gehabt."

"Außerdem wollten die Fans ihren neuen Formel-1-Star hören, live", gab der Ire weiter zu Protokoll. "Ich verstehe nicht, wovor er da beschützt wird, denn das kann seinem Image nur schaden. Niemand in der Formel 1 ist zu wichtig für 'Belanglosigkeiten' wie die Medien. Sagen wir es geradeheraus: Fokus auf Technologie und das Fahren ist schön und gut, aber wenn dir niemand dabei zuschaut, wirst du es nicht lange machen..."

Seine Kritik richtet Jordan jedoch ausschließlich an Teamchef Dennis, den er aber dafür "bewundert", Hamilton schon vor zehn Jahren entdeckt zu haben - "locker fünf Jahre, bevor er mir aufgefallen ist. Er hat auch den McLaren-Trend über den Haufen geworfen und einen Rookie ins Auto gesetzt. Das spricht Bände. Lewis ist aber gut genug, um konzentriert zu bleiben. Er muss nicht bemuttert werden. Ron sollte uns auch was von ihm abgeben, denn wir haben das Recht, ihn kennen zu lernen."