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Hill jubelt über Hamiltons "Traumstart"

11. April 2007 - 10:19 Uhr

Auch der Ex-Formel-1-Weltmeister spart nicht mit Lob: Lewis Hamilton wird über kurz oder lang eine führende Rolle in der Formel 1 haben

Damon Hill
Für Damon Hill ist Hamilton nur noch wenige Schritte von der Spitze entfernt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Fans erleben in diesem Jahr die Geburt eines neuen Stars des Sports: Lewis Hamilton. Die Begeisterung schlägt gerade in seiner englischen Heimat derart hohe Wellen, dass sich der 22-Jährige schwer tut, damit zurechtzukommen. Von der Begeisterungswelle wurde auch Damon Hill, Formel-1-Weltmeister 1996 und heutiger Präsident des 'British Racing Drivers' Club', erfasst.

Hamilton beendete seine ersten beiden Formel-1-Grands-Prix auf den Plätzen drei und zwei und ist damit nach Peter Arundell 1964 erst der zweite Fahrer der Formel-1-Geschichte, der nach zwei Rennen bereits zwei Podestplätze vorweisen kann. Der tolle Auftakt könnte für Hamilton ein nötiges und gutes Polster sein, wenn es einmal nicht mehr wunschgemäß laufen sollte.

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Der nächste Schritt naht

"Er hatte einen Traumstart", so Hill in der 'Times'. "Auch ohne Sieg hat er gezeigt, dass er bewundernswert in der Lage ist, ohne Probleme an der Spitze mitzufahren. Er hinkt nicht hinterher, er kam in die Formel 1 und die Leute mussten sofort Notiz von ihm nehmen. Das, was er bisher erreicht hat, ist eine Art Versicherungspolice. Bis zum Ende der Saison wird es noch ein paar Problemchen geben, aber das wird man ihm aufgrund dessen, was er bisher erreicht hat, vergeben."

Angst vor einem ausgeprägten Rückfall hat Hill dabei nicht, denn gerade das Rennen in Malaysia unter tropischer und feuchter Hitze hätte gezeigt, dass Hamilton all das habe, was einen künftigen Champion ausmache. "Lewis ist wohl einem Mann am nächsten, der dominieren kann und eine lange Zeit an der Spitze ist", erklärte er.

"Wenn man genug Formel 1 sieht, oder auch einen anderen Sport, dann erkennt man die Anzeichen", fuhr er fort. "Er ist jung, er ist in einem Top-Team und auch McLaren ist konkurrenzfähig - all diese Punkte zeigen, dass Lewis in der Lage ist, auch den nächsten Schritt - ein Rennen zu gewinnen - gehen kann. Irgendwann zwischen jetzt und dem Saisonende wird das passieren. Dann wird er daran wachsen und sich selbst anders betrachten, und wir alle werden ihn als Meisterschaftskandidaten sehen."

Kein übermäßiger Respekt

Angst vor der mangelnden Formel-1-Erfahrung Hamiltons hatte Hill nie, seine Leistungen wären keine so große Überraschung. "Der Kerl ist auf vier Rädern unterwegs, seit er fünf Jahre alt ist", erklärte er. "Dabei ist es egal, ob es ein GP2-Auto, ein Kart oder ein klappriger Morris 1000 ist - es ist, als wäre das ein Teil seines Körpers. Ein Formel-1-Auto ist nur etwas größer, etwas schneller. Aber er ist nicht davon eingeschüchtert."

Dabei, und dies sei ein großer Vorteil des 22-Jährigen, trete er nicht rüpelhaft auf. Aber auf der Strecke erkämpfe er sich seine Position - so wie im Laufe seiner Karriere in den Nachwuchsklassen erlernt. "Er stellt seine Gegner in der Formel 1 nicht auf Podeste", so Hill. "Sie sind keine Götter für ihn, nur Mitbewerber und andere Kerle, die er gern besiegen möchte."