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Heidfeld: "Ich will Weltmeister werden"
Deutschland hat einen neuen Formel-1-Superstar: Nick Heidfeld unterstrich gestern in Bahrain mit einem Superrennen seine sportlichen Ambitionen
(Motorsport-Total.com/sid) - Den Weltmeister spektakulär überholt und Hoffnung auf den ersten deutschen Triumph in der Ära nach Michael Schumacher geweckt - BMW Sauber F1 Team Pilot Nick Heidfeld wurde nach dem Großen Preis in der Wüste von Bahrain überschwänglich gefeiert. In seinem 118. Rennen in der Formel 1 ist die neue deutsche Nummer eins auf dem vorläufigen Höhepunkt angekommen, doch nach drei vierten Plätzen in dieser Saison und ohne Karrieresieg noch längst nicht zufrieden.
"Es ist eine geile Zeit, es macht mir so viel Spaß wie ewig nicht mehr. Aber es wäre natürlich schön auf dem Podium und ich war auch noch nie ganz oben", sagt Heidfeld. Trotzdem fühlte er sich nach dem "schönsten Moment meiner Karriere richtig glücklich" - als er in Runde 32 am zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso vorbeizog. "Da hätte ich am liebsten geschrieen und die Hände vom Lenkrad gerissen", beschrieb der coole Mann mit dem Vollbart ungewohnt emotional. Anschließend feierte er mit Freundin Patricia im Hotel.
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WM-Spitzenreiter Alonso ernannte den oftmals unterschätzten Deutschen nach dem Überholmanöver und mit Blick auf nur sieben Punkte Vorsprung in der WM-Wertung zu einem "ernsthaften Konkurrenten um den Titel". Heidfelds Chef Mario Theissen lobte seinen Topfahrer für den "phantastischen Höhepunkt in der Geschichte unseres jungen Teams". Den zum Saisonende auslaufenden Vertrag des 29-Jährigen will er trotzdem nicht sofort verlängern - obwohl Heidfeld drängt.
"Wenn ich Chef wäre, würde ich mir einen Vertrag geben - und ich wüsste sogar, dass ich ihn unterschreibe", meinte "Quick Nick" grinsend. Seine starken Leistungen sind auch anderswo aufgefallen, Teams wie Toyota oder Honda sollen interessiert sein. Theissen möchte seine Fahrerpaarung trotzdem erst zum Saisonende bekannt geben, obwohl es sicher "derzeit weder von Nicks Seite noch von BMW keinen Grund gibt zu gehen."
Schließlich hat das neue BMW Sauber F1 Team seit der Übernahme von Sauber auf Platz acht über Rang fünf im vergangenen Jahr inzwischen den Aufstieg zur dritten Kraft in der Formel 1 geschafft - dank Chefentwickler Heidfeld. "Und jetzt fragen alle, wann der nächste große Schritt kommt und wir den ersten Sieg feiern. Aber wir haben schon Riesenschritte gemacht und wollen uns erstmal da vorn einnisten", sagt der sympathisch zurückhaltende Mann.
Bis zum nächsten Rennen in vier Wochen will er sich erstmal mit seiner kleinen Familie und Tochter Juni ausruhen - und dann in Barcelona mit einem neuen Aerodynamikpaket Ferrari und Mercedes angreifen. Sein Ziel ist klar: "Es ist mir egal, ob ich bester Deutscher bin. Ich will Weltmeister werden."
Einmal überholt hat er ihn immerhin schon...











