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Heidfeld: "Das war eines meiner besten Rennen"

08. April 2007 - 14:05 Uhr

Nick Heidfeld ist zufrieden mit seiner Leistung in Malaysia und möchte sich mit seinem BMW Sauber F1 Team nun an der Weltspitze etablieren

Nick Heidfeld vor Felipe Massa
Nick Heidfeld fuhr ein starkes Rennen, hatte Felipe Massa sicher im Griff
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Das war eines meiner besten Rennen. Es hat extrem viel Spaß gemacht", sagte Nick Heidfeld heute nach seinem vierten Platz in Malaysia. Kein Wunder: Nach einem soliden Start hielt er sich über weite Strecken sogar Topfavorit Felipe Massa vom Leib, womit nach der sensationellen Ferrari-Performance am Freitag und Samstag nicht zu rechnen war.

Dabei wäre wegen einer Kollision mit seinem BMW Sauber F1 Team Kollegen Robert Kubica fast schon nach ein paar Metern alles vorbei gewesen: "In der ersten Kurve ist er mir hinten rechts draufgefahren. Da hat nicht viel gefehlt und ich hätte mich gedreht. Das war schon ein bisschen heftig", so "Quick Nick", der eigentlich an Hamilton vorbei wollte: "Ich dachte, der sei zu packen, aber da war nichts zu machen."

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Weiche Reifen wieder zuerst drauf

Anschließend fuhr er "zuerst die beiden weichen Sätze, weil die besser sind. Wenn es mehr Gummi hat, trifft es den schlechteren Reifen normalerweise nicht so hart", erklärte er seine Strategie. Diese war im Nachhinein betrachtet ebenso in Ordnung wie der F1.07: "Die Balance war am Freitag bescheiden, da war ich sehr unzufrieden. Im Qualifying ging es halbwegs - und im Rennen war es das beste Auto, das ich das ganze Wochenende hatte."

"Es hat mich sehr gewundert, dass Ferrari nicht überlegen war, weil sie in Melbourne absolut überlegen waren, und es hat mich gewundert, dass ich einen Ferrari schlagen konnte", erklärte Heidfeld. "Ich hätte nichts dagegen, dass das in Bahrain auch so ist, aber es würde mich wundern. Beim Testen dort war Ferrari überlegen, aber das ist schon ein paar Wochen her. Bei den ersten beiden Rennen waren wir das drittschnellste Team. Wir hoffen, dass wir das etablieren können."

Hatte Ferrari Temperaturprobleme?

Und weiter: "Felipe ist meistens aus dem Windschatten rausgefahren. Das sah für mich so aus, als hätten sie Temperaturprobleme gehabt. Ob sie Leistung zurücknehmen mussten, weiß ich nicht, aber er ist immer aus dem Windschatten rausgefahren, um den Wagen zu kühlen. Er kam nur beim Überrunden näher, ansonsten war es recht gefahrlos. Also habe ich probiert, vor den Überrundungen immer ein bisschen Vorsprung rauszuholen."

Der zweite vierte Platz hintereinander bedeutet auch in der Weltmeisterschaft Platz vier, womit nach den vielen Defekten im Winter nicht unbedingt zu rechnen war: "2001 bei Sauber war ich auch schon mal Vierter in der WM nach einem Rennen, glaube ich, aber noch nie nach zwei Rennen. Das ist eine Steigerung", gab der 29-Jährige, der sich möglichst lange so weit vorne halten möchte, abschließend zu Protokoll.