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Hat Red Bull den "Maulwurf" gefunden?

17. April 2007 - 09:55 Uhr

Red Bull plant nun rechtliche Schritte gegen jenen "Maulwurf", der Designpläne des RB3 an das Spyker-Team übermittelt haben soll

Adrian Newey
"Jungs, wisst ihr zufällig, wer meine Pläne für den RB3 geklaut hat?"
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Einige Jahre nach dem Toyota-Spionageskandal gibt es wieder eine Formel-1-Story, die mehr an internationale Geheimdienste als an Motorsport erinnert: Red Bull hat angeblich jenen "Maulwurf" gefunden, der geheime Designpläne des RB3 an das Spyker-Team übermittelt haben soll. Nun werden entsprechende rechtliche Schritte eingeleitet.

Zur Vorgeschichte: Spyker hat bekanntlich dagegen protestiert, dass Toro Rosso ein Kundenchassis von Red Bull Racing einsetzt. Toro Rosso argumentiert jedoch, dass das Design nicht von Red Bull Racing, sondern von der Drittfirma Red Bull Technologies stammt, bei der bekanntlich Adrian Newey beschäftigt ist. Die Pläne, die Spyker beim Einreichen des Protests vorlegte, waren jedoch nicht auf Papier von Red Bull Technologies, sondern von Red Bull Racing abgedruckt.

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Bei Red Bull zeigte man sich freilich in erster Linie darüber verwundert, wie die Konkurrenz an ein so vertrauliches Dokument gelangen konnte, weshalb eine interne Untersuchung gestartet wurde. Nun soll man laut 'autosport.com' einen "Maulwurf" ausgemacht haben, der mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Nicht bekannt ist uns zum jetzigen Zeitpunkt allerdings, ob es sich um einen oder mehrere Red-Bull-Mitarbeiter oder sogar um andere Personen handelt.

Ebenfalls offen ist, ob auch Spyker mit einer Anzeige zu rechnen hat, denn die Dokumente sind geistiges Eigentum von Red Bull. Allerdings behauptet das Team von Colin Kolles, dass die Dokumente per Post geschickt wurden - man habe also nicht eigeninitiativ Recherchen angestellt oder gar jemanden bestochen. Dies ist auch für den weiteren Kundenautostreit entscheidend, denn illegal erworbenes Beweismaterial könnte vom Gericht abgelehnt werden.

Fest steht jedenfalls, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner kündigte gegenüber 'autosport.com' an: "Wir beschäftigen uns damit. Dieses Thema nehmen wir nicht auf die leichte Schulter!" Anzunehmen ist, dass der "Maulwurf" - wer immer es auch gewesen sein mag - seinen Job in Milton Keynes verlieren wird oder schon verloren hat...

Fortsetzung folgt.