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Hamiltons 20 wichtigste Minuten in Australien

01. April 2007 - 10:43 Uhr

20 ruhige Minuten vor dem Rennen waren für Lewis Hamilton unbedingt notwendig, um sich zu sammeln und seine Nervosität zu verarbeiten

Lewis Hamilton
Ganz so ruhig, wie er gewirkt hat, war Lewis Hamilton in Australien nicht...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Superdebüt von Lewis Hamilton beim Grand Prix von Australien ist immer noch in aller Munde - sein dritter Platz und die starke Gegenwehr gegen Doppelweltmeister Fernando Alonso haben bei allen Formel-1-Experten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch so cool der Youngster nach außen auch gewirkt haben mag, so angespannt war er innerlich.

"Anderthalb Stunden vor dem Rennen", erinnerte sich Teamchef Ron Dennis gegenüber 'autosport.com', "sah ich einen Anflug von Druck in seinen Augen. Man konnte sehen, dass er angespannt war und einen ruhigen Ort suchte. Aber das ist die Formel 1, wir haben Verpflichtungen und die Rennvorbereitung. Dann setzte sich seine stählerne Power durch. Wenn er ins Auto steigt, ist er sehr fokussiert und diszipliniert."

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Vater Anthony Hamilton hatte den gleichen Eindruck: "In den Nachwuchsformeln wir der Formel 3 oder GP2 ist es vor dem Start des Rennens ziemlich ruhig. Da hat man 30 oder 40 Minuten, in denen man einfach chillen, sich zurückziehen und hinlegen kann. Für Lewis war es das erste Mal in der Formel 1, aber dafür hatte er keine Zeit. Dennoch fanden wir irgendwie 20 Minuten, durch die er sich wieder sammeln konnte", so der Brite.

"Ich habe zu Lewis die ganze Woche nichts gesagt", fuhr er fort. "Er war im Kopf frei, da musste ich nichts unternehmen. Er wusste sowieso, was er zu tun hatte, also trafen wir uns immer nur zum Abendessen. Mehr war da nicht. Ich mische mich nicht ein, wenn er nicht ein Problem hat. Ich bin nur da, um ihn zu unterstützen. Wenn er auf mich zukommt und mich um Ratschlag bittet, dann setzen wir uns hin und denken uns etwas aus."

Keinen Ratschlag benötigte Hamilton jun. am Start, denn nach einem durchschnittlichen Wegkommen von der Linie ging er in der ersten Kurve an Robert Kubica und Alonso vorbei - in Dennis' Augen eine kleine Sternstunde: "Das war ein toller Moment, denn wenn du da eingeklemmt wirst, ziehst du meistens nicht zurück. Lewis war dafür aber abgeklärt genug. Nur so konnte er im Endeffekt sogar Positionen gutmachen. Fantastisch!"

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