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Häkkinen ist von Hamilton beeindruckt

05. April 2007 - 12:01 Uhr

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister über Hamiltons Formel-1-Einstand, den Auftaktsieg von Räikkönen und die Formel 1 ohne Michael Schumacher

Mika Häkkinen
Mika Häkkinen ist von Lewis Hamiltons Formel-1-Einstieg beeindruckt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen freut sich über den guten Saisoneinstand seines Landsmannes Kimi Räikkönen und seines Ex-Teams McLaren-Mercedes, richtig beeindruckt ist er aber von Silberpfeil-Neuling Lewis Hamilton. "Nicht von seiner Leistung an sich, aber ich war beeindruckt von seiner mentalen Stärke. Er hat es geschafft, cool zu bleiben, auch unter Druck. Das ist die größte Herausforderung für junge Fahrer", sagte der Finne dem 'Sport-Informations-Dienst' (sid).

Der 22 Jahre alte Brite Hamilton war beim Auftakt in Melbourne hinter Ferrari-Pilot Räikkönen und Weltmeister Fernando Alonso Dritter geworden. Der erste dunkelhäutige Fahrer der Formel-1-Geschichte hatte dabei sogar seinen Teamkollegen Alonso lange Zeit hinter sich gehalten.

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"Er hat die Ruhe bewahrt in verschiedenen Situationen und einem Team wie McLaren-Mercedes. Das ist fantastisch. Wenn er das beibehalten kann, ist das großartig", meinte Häkkinen, der in Hamilton einen zukünftigen Weltmeister sieht: `Definitiv, kein Zweifel. Aber man sollte noch nicht zu sehr darüber sprechen. Er war Dritter im ersten Rennen, es ist noch ein langer Weg."

Einen großen Teil dieses Weges hat Räikkönen schon absolviert, auch wenn es bei den Silberpfeilen nicht zum WM-Titel gereicht hatte. Nach seinem Wechsel zu Ferrari feierte er aber gleich einen Sieg. "Ich habe mich sehr gefreut, dass Kimi gewonnen hat. Es ist das passiert, was er sich gewünscht hatte", sagte Häkkinen, der jetzt in der Deutschen Tourenwagen Masters für Mercedes unterwegs ist.

"Es ist wichtig für Fahrer, der Öffentlichkeit zu zeigen: Ich bin gut. Es ist nicht mein Fehler, wenn ich nicht gewinne. Kimi ist viel kritisiert worden, dass er bei McLaren-Mercedes nicht die WM gewonnen hat", erklärte Häkkinen: "Aber er hat Rennen gewonnen und war 2005 nah dran am Titel. Es ist sehr enttäuschend für einen Fahrer, wenn man Jahr für Jahr weiß, dass man gut ist, der Erfolg sich aber aus irgendwelchen Gründen nicht einstellt. Jetzt ist er in einer Situation, in der er gewinnen kann."

Noch mehr hat Häkkinen sich aber über "den zweiten und dritten Platz von McLaren-Mercedes" gefreut: "Das ist fantastisch. Sie haben ein zuverlässiges und starkes Auto. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie es packen, mit ein bisschen Extra hier, ein bisschen Extra da. Mitte der Saison wird die Situation anders aussehen."

Dass die Formel 1 den zurückgetretenen Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, dessen Entscheidung er respektiert, vermisst, glaubt Häkkinen nicht: "Nein, das Leben geht weiter. Es kommen neue Fahrer, eine neue Generation. So ist das einfach."

Dass der siebenmalige Champion, mit dem er selbst sich viele packende Duelle geliefert hat, irgendwann mal vergessen wird, glaubt der Finne aber nicht: "Das wird nie passieren. Die Menschen werden auch noch in Generationen über ihn reden."

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