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Ferrari-Techniker wegen Spionage verurteilt
Drei Jahre, nachdem Ferrari ehemalige Mitarbeiter angezeigt hat, sind zwei Ex-Techniker der Italiener vor Gericht verurteilt worden

(Motorsport-Total.com) - Vor rund einem Jahr hatte im italienischen Modena ein Prozess gegen zwei frühere Formel-1-Ingenieure von Ferrari begonnen. Die beiden Angeklagten Mauro Iacconi und Angelo Santini mussten sich vor Gericht wegen des Vorwurfes der Industriespionage verantworten.
Ihnen wurde die illegale Nutzung von Ferrari-Daten vorgeworfen. Zu den Zeugen, die im Rahmen des Prozesses als Zeugen aussagen werden, zählten unter anderem Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Rennleiter Jean Todt.

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Die beiden Ingenieure waren zuvor vom Vorwurf entlastet worden, illegal in das Informatiksystem Ferraris eingedrungen zu sein und unerlaubt Computer-Daten und Programme übernommen zu haben. Die Rechtsanwälte der Angeklagten behaupteten, dass die Informationen, über die ihre Mandanten verfügten, in der Branche allgemein bekannt waren.
Im April 2003 hatte Todt Anzeige wegen Industriespionage gestellt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf einige Techniker, die von Ferrari zu Toyota gewechselt waren. Am 30. November 2003 hatte die Kölner Polizei die Privatwohnungen ehemaliger Ferrari-Mitarbeiter sowie deren Büros beim Toyota-Rennstall in Köln durchsucht. Toyota hat jegliche Verwicklung in einen Spionagefall immer von sich gewiesen.
Nun sind die beiden ehemaligen Ferrari-Techniker wegen Weitergabe von Werksgeheimnissen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Iacconi erhielt 16 Monate und Santini neun Monate auf Bewährung. Wie die 'Gazzetta dello Sport' am Dienstag berichtet, werden beide in Berufung gehen.
Das Gericht war zu der Überzeugung gekommen, dass Iacconi von Santini eine CD erhalten hat, auf der Daten und Zeichnungen über den Ferrari-Rennwagen gespeichert waren. Dieses Material soll bei ihrem Wechsel von Ferrari zu Toyota - ohne Wissen der Japaner - nach Köln gewandert sein.
Ferrari hatte im Jahr 2003 Anzeige erstattet, weil der damalige Toyota nach Meinung der Italiener große Ähnlichkeit mit dem Ferrari aufwies. Die Staatsanwaltschaft von Modena hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und zahlreiche Büros und Privatwohnungen durchsucht.








