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Fahrstil als Zuverlässigkeits-Killer?

18. April 2007 - 16:09 Uhr

Kann ein Fahrer durch seinen Fahrstil die Zuverlässigkeit des Autos beeinflussen? Willy Rampf kennt die Antwort auf diese Frage

Willy Rampf (Technischer Direktor)
Willy Rampf bittet einen Fahrer nicht, seinen Fahrstil zu ändern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Immer wieder fragen sich Fans, warum bei einigen Fahrern mehr technische Probleme am Auto auftreten als bei anderen. Ist dies Zufall? Bekommt der eine Pilot schlechteres Material oder Experimentier-Teile? Oder ist gar der Fahrstil des Piloten Schuld?

Während Nick Heidfeld beispielsweise drei Rennen beenden konnte, hatte Teamkollege Robert Kubica die Zuverlässigkeit nicht immer auf seiner Seite. Nach Aussage von Technikdirektor Willy Rampf ist der Fahrstil jedoch nicht Schuld an den Problemen am Auto des Polen.

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"Unsere Probleme sind nicht fahrerbezogen", so der Deutsche gegenüber der 'motorsport aktuell'. "Man würde es sich als Team schon sehr einfach machen, wenn man einem Fahrer so etwas unterstellen würde."

Aber was ist mit der Tatsache, dass Kubica bei höheren Drehzahlen schaltet als Heidfeld? "Da geht es nur um den persönlichen Geschmack des Fahrers", meint Rampf. "Wenn beiden eine gute Runde gelungen ist, kommt fast die identische Zeit heraus. Was für uns sehr schön ist, weil es zeigt, dass sich beide am Limit des Fahrzeugs bewegen."

Man würde auch nie so weit gehen, und einen Fahrer bitten, seinen Fahrstil zu ändern: "Ein Rennfahrer muss so arbeiten können, wie es ihm am bequemsten ist. Nur dann kann er seine volle Leistung bringen."

Auch wenn ein Fahrer die Zuverlässigkeit seines Autos nicht direkt beeinflussen kann, er ist zumindest in der Lage, das Material zu schonen, indem er beispielsweise Tempo rausnimmt, wenn er in Führung liegt, seinem Auto "frische" Luft verschafft, indem er nicht ständig im Windschatten des Vordermanns fährt, oder nicht unnötig über Randsteine räubert.