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Davidson denkt noch nicht an nächstes Jahr

09. April 2007 - 18:35 Uhr

Obwohl Anthony Davidson bestimmt nicht bei Super Aguri versauern möchte, macht er sich über das nächste Jahr noch keine Gedanken

Anthony Davidson
Bei Super Aguri wird Anthony Davidson wohl kaum Formel-1-Weltmeister werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Viele Jahre lang wartete Anthony Davidson vergeblich auf ein Angebot, bei einem Topteam als Stammfahrer anheuern zu können, doch als sich dieser Traum weder bei Honda, noch bei einem anderen Rennstall erfüllte, war er sich auf einmal auch für Super Aguri nicht mehr zu schade. Hauptsache Rennen fahren, so der sinngemäße Kommentar des Langzeittestfahrers bei der Vertragsunterschrift.

Langfristig freilich hat sich an seinem Ziel, eines Tages Formel-1-Weltmeister zu werden, nichts geändert - doch bei Super Aguri wird ihm dies wohl kaum gelingen. Also sollte er langsam an die Zukunft denken, denn auch wenn er neu im Grand-Prix-Sport ist, zählt Davidson mit seinen 27 Jahren bei weitem nicht mehr zur jungen Garde der Königsklasse. Zum Vergleich: Formel-1-Küken Nico Rosberg hat gerade mal 21 Lenze auf seinem Buckel.

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Davidson denkt von Rennen zu Rennen

"Ich nehme alles Rennen für Rennen."
Anthony Davidson

Trotzdem lässt der Super-Aguri-Pilot derzeit alles entspannt auf sich zukommen: "Ich denke noch überhaupt nicht an nächstes Jahr", erklärte er der Londoner 'Times'. "Ich nehme alles Rennen für Rennen. Ich weiß, wozu ich im Auto in der Lage bin, was ich früher schon erreicht habe. Das muss ich dieses Jahr einfach wiederholen - und zwar so früh wie möglich." Leichter gesagt als getan: In Australien und Malaysia wurde er jeweils 16., beide Male war Teamkollege Takuma Sato schneller.

Momentan reicht die Freude über den Grand-Prix-Vertrag aber noch aus, um die Schattenseiten des Hinterbänklerdaseins, das ihm früher oder später sicher auf die Nerven gehen wird, zu überstrahlen: "Ich liebe es, das ganze Rennwochenende hindurch involviert zu sein und am Samstagmorgen an die Strecke zu kommen und zu denken: 'Hey, ich habe heute ja auch noch etwas zu tun!'" Früher war seine Arbeit bekanntlich stets mit dem Freien Freitagstraining erledigt.

Keine Eifersucht auf Hamilton

"Ich bin ganz happy, das Lewis den ganzen Trubel auf sich zieht."
Anthony Davidson

Dass er neben seinen britischen Landsleuten Jenson Button und Lewis Hamilton derzeit nur wenig vom medialen Rampenlicht abbekommt, stört Davidson übrigens nicht, wie er unseren Kollegen von 'PA Sport' verriet: "Ich bin ganz happy, das Lewis den ganzen Trubel auf sich zieht. Er macht einen wirklich guten Job, ich wünsche ihm alles Gute. Es ist gut für mich, dass ich mich auf das konzentrieren kann, was wichtig ist, ohne dass ich Druck auf meinen Schultern habe. So fühle ich mich ganz wohl."

Dabei hätte Super Aguri beim Saisonauftakt schon beinahe zur großen Sensation ausgeholt, als zumindest Sato im Qualifying in die Top 10 fahren konnte, dann aber doch ohne Punkte blieb. Allerdings dürfte sich diese Performance eher nicht wiederholen: "In Melbourne waren wir im Verhältnis zu stark. Ich glaube nicht, dass das noch mal der Fall sein wird. Die anderen Teams waren noch nicht voll da, dadurch sahen wir besser aus als sonst. Aber hoffentlich wird es wieder passieren", sagte Davidson.

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