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Toyota in den Top 10: Wer hätte das gedacht?

17. März 2007 - 07:48 Uhr

Mit den Startpositionen acht (Trulli) und neun (Schumacher) sorgte Toyota im Qualifying für eine Überraschung - WM-Punkte erscheinen nun realistisch

Ralf Schumacher
Das erste Qualifying 2007 verlief für Ralf Schumacher besser als erwartet
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der wahrlich nicht berauschenden Wintersaison und dem eher ernüchternden Freien Freitagstraining hatte kaum jemand Toyota für das Top-10-Finale im Qualifying in Melbourne auf der Rechnung, doch entgegen der Expertenmeinungen schafften es die in Köln stationierten Japaner mit beiden Autos in den letzten Abschnitt.

Bereits in den ersten beiden 15-Minuten-Sessions nisteten sich Ralf Schumacher und Jarno Trulli in den oder um die Top 10 herum ein, und als es zum Schluss um die Pole Position ging, ließen sie immerhin Takuma Sato hinter sich. Sprich: Trulli sicherte sich mit 2,332 Sekunden Rückstand auf Kimi Räikkönen den achten Startplatz, Schumacher war um weitere 0,288 Sekunden langsamer und belegte ebenso überraschend Rang neun.

Schumacher hätte schneller sein können

"Die Startpositionen acht und neun sind viel besser, als wir vor Beginn der Session erwartet hatten."
Ralf Schumacher

"Die Startpositionen acht und neun sind viel besser, als wir vor Beginn der Session erwartet hatten, daher sind wir natürlich sehr zufrieden", strahlte Schumacher. "Es war aber kein perfekter Nachmittag für mich. In Q2 hatten wir kurz ein Problem mit dem Kontrollsystem des Getriebes, so dass ich nur eine fliegende Runde fahren konnte. Dann unterliefen mir im dritten Qualifying ein paar kleine Fehler, daher sind unsere Rundenzeiten eher durchschnittlich."

"Alles in allem ist es ein Erfolg, beide Autos in den Top 10 zu haben", bilanzierte der Deutsche, der sich allerdings nicht auf den Lorbeeren dieses unerwarteten Lichtblicks ausruhen will: "Jetzt werden wir alles in unserer Macht stehende unternehmen, um das morgen in ein zählbares Resultat umzusetzen. Ich hatte hier in Melbourne schon einige gute Rennen. Vielleicht folgt morgen ja das nächste..."

Trulli sah die Dinge ähnlich: "Nach dem schlechten Winter sind wir damit sehr happy. Beide Autos in den Top 10 - fantastisch! Meine Runde in Q3 war sauber, wenn auch nicht großartig. Es steckt also noch mehr Potenzial im Auto. Unsere Performance war besser als erwartet. Noch ist es aber nicht vorbei, denn jetzt kommt das Rennen und wir müssen ins Ziel kommen, um zu punkten. Wir freuen uns aber auf das Rennen und hoffen auf ein gutes Resultat", so der Italiener.

Vasselon erwartet noch eine Steigerung

"Die Positionen sind nicht das, was wir gerne erreichen würden."
Pascal Vasselon

Technikchef Pascal Vasselon fasste zusammen: "Die Positionen sind nicht das, was wir gerne erreichen würden, aber sie sind angesichts des bisherigen Wochenendes besser als erwartet. Am Vormittag konzentrierten wir uns auf die Rennvorbereitung, daher deckten wir unsere Karten erst spät auf", sagte er. "Ralf fuhr in Q1 einen Zwei-Runden-Run mit harten Reifen und wollte eigentlich einen längeren Run fahren, um etwaige Aufwärmprobleme aufzudecken. Mit den weichen Reifen ging nur eine fliegende Runde am Stück."

"In Q2 hatten wir an Ralfs Auto ein kleines Getriebeproblem, das schnell behoben war. In Q3 hatten wir nur noch einen Reifensatz übrig, daher fuhren wir nur einen schnellen Run. Zwei Reifensätze wären von Vorteil gewesen, aber okay. Dennoch ist das ein solider Auftakt, Jarno und Ralf waren gut. Ich bin gespannt, wie die Teams die beiden Reifenmischungen im Rennen einsetzen werden. Ein Pneu ist schwer zu handhaben und baut schnell ab, der andere ist konstant und schnell. Wir sind in einer guten Position", teilte der Franzose mit.

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