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Super Aguri: Klein aber fein?

14. März 2007 - 17:38 Uhr

Super Aguri-Technikchef Mark Preston hat mit einem kleinen Team versucht, ein Auto zu bauen, das der Konkurrenz von Spyker und Toro Rosso Druck macht

Mark Preston
Mark Preston will mit Super Aguri den 2007 den ersten WM-Punkt holen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Was können Sie uns über den neuen SA07 von Super Aguri erzählen?"
Mark Preston: "Darf ich sagen, dass unser erstes Jahr unglaublich war? Am Ende der Saison hatten wir wirklich einen Höhepunkt erreicht. Aber richtig schwierig wird es für uns erst noch, denn wir müssen das, was wir 2006 erreicht haben, fortführen und müssen uns sehr anstrengen, wenn wir nur einen kleinen Teil davon erreichen wollen. Wir haben beim SA07 unseren Fokus nicht geändert, wir konzentrieren uns weiter auf die Aerodynamik und die Anpassung an die neuen Bridgestone-Reifen."

"2006 haben wir unsere Entwicklungsstrategie auf den Weg gebracht und mit dem SA07 haben wir diesen Prozess fortgesetzt. Wir beschäftigen nun eine kleine, aber effiziente und hoch motivierte Gruppe von Designern, Aerodynamikern und Ingenieuren, die über sich hinauswachsen werden, wenn es darum geht, die Performance des Autos während der Saison zu steigern."

"Wir arbeiten seit acht Monaten mit Honda Japan und Zulieferern in Großbritannien an dem Projekt. Das Auto hat nun ein neues Monocoque, das gemeinsam mit Honda entwickelt wurde, einen wesentlich besseren Schwerpunkt hat und den Aerodynamikern einen größeren Spielraum lässt. Im vergangenen Jahr hatten wir uns darauf konzentriert, mit dem SA06 ein ähnliches Abtriebslevel wie andere Mitbewerber in der Formel 1 zu erreichen. Nun ging es uns darum, unser Auto genauso effizient wie die der Konkurrenz zu machen."

"Wir waren eines der Teams, die schon in der vergangenen Saison mit Bridgestone zusammengearbeitet haben und dieses Wissen hat es uns ermöglicht, uns während der Wintertests sehr schnell an die neuen Reifen anzupassen."

"Zuverlässigkeit wird ein Schlüsselfaktor sein, um unser Ziel zu erreichen: unseren ersten WM-Punkt zu holen."
Mark Preston

"Wie bereits 2006 werden wir auch in diesem Jahr wieder den Antriebsstrang von Honda einsetzen, der in Sachen Zuverlässigkeit verbessert wurde. Das wird ein Schlüsselfaktor sein, um unser Ziel zu erreichen: unseren ersten WM-Punkt zu holen. Bei den ersten drei Rennen möchten wir eine solide Leistung abliefern und damit die Punkte holen, die uns durch mögliche Kinderkrankheiten anderer neuer Autos 'geschenkt' werden."

"Müssen uns stetig weiterentwickeln

Frage: "Wie ist denn ihr Ausblick auf 2007 in technischer Hinsicht?"
Preston: "Als kleines Team übernehmen wir einige Designkonzepte, die sich in der Formel 1 bereist bewährt haben. Wegen des neuen Crashtest-Regelements mussten wir größere Änderungen an der Front sowie beim Heck- und Seitenaufprallschutz vornehmen. Ein Formel-1-Auto wird stetig weiterentwickelt und das Auto, mit dem man die Saison begonnen hat, ist am Ende oft völlig verändert. Gehen Sie davon aus, dass es beim SA07 in dieser Saison genauso sein wird, da der Wettbewerb groß ist und konstante Veränderung notwendig ist. Unsere Mitbewerber werden ihre Entwicklung ja auch nicht einstellen."

"Es gibt es große Veränderungen bei den Flügeln und anderen Aerodynamikteilen."
Mark Preston

Frage: "Wie unterscheidet sich das Auto zu dem Interimswagen, den das Team bei den Wintertests gefahren ist?"
Preston: "Der Antriebsstrang ist genau der selbe, er ist eine Weiterentwicklung von dem, den wir 2006 im Einsatz hatten. Bei der Aerodynamik gibt es große Veränderungen bei den Flügeln und anderen Teilen. Die meisten anderen Bereiche sind recht ähnlich geblieben, zum Beispiel das Lüftungssystem und die Elektronik, die sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel verändert haben."

Frage: "Wie hat sich der Wechsel auf die neuen Brigestone-Reifen ausgewirkt?"
Preston: "Die neuen Reifen stellen einen vor mehrere Herausforderungen, da es Einheitsreifen sind und wir nicht mehr den engen Wettbewerb zwischen zwei Herstellern haben, den es 2006 gegeben hat."

Super Aguri vor Spyker und Toro Rosso?

Frage: "In der zweiten Saisonhälfte 2006 waren Spyker und Toro Rosso die Hauptkonkurrenten, wie wird sich der Wettbewerb 2007 entwickeln?"
Preston: "Wenn man Brasilien als Ausgangspunkt nimmt und wir einige der Testfahrten mit in Betracht ziehen, dann würde ich sagen, dass wir in Melbourne vor ihnen liegen werden. Toro Rosso wird jedoch von der ständigen Aerodynamikentwicklung seines Hauptteams profitieren und das ist für uns eine der großen Herausforderungen."

"Adrian Sutil ist in dieser Saison die Speerspitze bei Spyker."
Mark Preston

"Spyker hat öffentlich bekannt gegeben, dass sie alle ihre Mittel in die Aerodynamik stecken und zur Mitte der Saison ein völlig überarbeitetes Paket präsentieren werden. Adrian Sutil ist in dieser Saison ihre Speerspitze, er hat 2006 als Freitagstester sehr gute Zeiten geholt."

Frage: "Welche wesentlichen Neuentwicklungen gibt es am SA07?"
Preston: "Der SA07 bedeutet für unser Team einen großen Schritt nach vorn, dank der wachsenden Zusammenarbeit mit Honda in Japan. Wir sollten mehr Abtrieb und verbesserte Effizienz haben, dazu kommen das Karbongetriebe und der zuverlässige Antriebsstrang von Honda."

Frage: "Was erwarten Sie sich also von der kommenden Saison?"
Preston: "Unser Hauptziel für 2007 ist es, in der Formel 1 mehr Fuß zu fassen, die Ergebnisse zu holen, die mit unserer Größe und Erfahrung als jüngstes Team, möglich sind und unseren ersten WM-Punkt zu gewinnen. Das können wir erreichen durch unsere verbesserte Performance, einem sehr guten zweiten Piloten mit Anthony Davidson und einer im Winter enorm gesteigerten Zuverlässigkeit."

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