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Streit um Kundenautos zieht sich weiter hin

09. März 2007 - 16:08 Uhr

Wie befürchtet könnte es im Streit um die Kundenautos von Toro Rosso und Super Aguri tatsächlich zu einem Showdown in Melbourne kommen

Colin Kolles
Colin Kolles spielt mit verdeckten Karten gegen die Kundenautos
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das, was alle befürchtet haben, scheint nun wahr zu werden: Der Streit um die Kundenautos von Toro Rosso und Super Aguri wird sich voraussichtlich bis zum Rennwochenende in Melbourne hinziehen. Damit droht der Formel 1 einmal mehr ein Saisonauftakt, der von sportpolitischen Vorgängen im Hintergrund überschattet werden könnte.

Der Toro-Rosso-Ferrari STR2 sieht dem neuen Auto von Red Bull Racing jedenfalls verblüffend ähnlich, während Super Aguri das Chassis für 2007 erst in Australien offiziell präsentieren wird. Bei den Wintertestfahrten hatten die Japaner jedoch nur einen umgebauten Honda RA106 im Einsatz, so dass man vermuten muss, dass sie auf ein klassisches Kundenauto setzen wollen - was ja zumindest noch 2007 eigentlich verboten ist.

Aber wie werden Williams und Spyker darauf reagieren? "Es gibt nichts Neues in dieser Sache zu sagen", erklärte Spyker-Teamchef Colin Kolles, der sich aus taktischen Gründen nicht in die Karten schauen lassen will, gegenüber 'autosport.com'. "Wir wollen erst den Super Aguri sehen, denn wir wissen ja nicht, was für ein Auto in Melbourne auftauchen wird. Wir haben den Toro Rosso gesehen, der meiner Meinung nach das gleiche Auto ist wie der Red Bull."

"Ich kann im Moment nicht sagen, was passieren wird, denn manche Leute rechnen mit bestimmten Dingen. Manchmal ist es aber besser, wenn man ruhig ist und dann etwas macht, mit dem niemand rechnet", kündigte Kolles ein unkonventionelles Vorgehen gegen die beiden betroffenen Teams an. Was er genau vor hat, steht in den Sternen, ein Gang vor ein ordentliches Gericht scheint aber nicht ausgeschlossen.

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