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Souveräne Freitagsbestzeit für Massa in Melbourne

16. März 2007 - 05:49 Uhr

Die beiden Ferrari-Piloten drückten dem zweiten Freien Training ihren Stempel auf - Hamilton Dritter, Heidfeld Fünfter vor Wurz und Alonso

Felipe Massa
Das Ferrari-Team präsentierte sich heute Nachmittag als klar stärkste Kraft
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem verregneten Vormittag, dessen Zeiten aufgrund der rutschigen Bedingungen nicht unbedingt ernst zu nehmen waren, ging heute Nachmittag eine wesentlich aussagekräftigere Trainingssession in Melbourne über die Bühne - und wie erwartet setzten sich die beiden Ferrari-Piloten an die Spitze des Klassements.

Bei Temperaturen von knapp über 20 Grad konnte von Anfang an viel gefahren werden, weil die Strecke im Gegensatz zu den ersten 90 Minuten des Tages komplett trocken war. Zwar tröpfelte es zwischendurch ein wenig, doch ernsthaft beeinträchtigt wurde der Zustand der Fahrbahn dadurch nicht. Dennoch kam es zu zahlreichen Ausrutschern und Drehern, speziell in der kritischen Bremszone vor der ersten Kurve.

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Massa und Ferrari deutlich vor dem Rest

Bestzeit fuhr Felipe Massa (Ferrari/32 Runden), der den 5,303 Kilometer langen Kurs im Albert Park in 1:27.353 Minuten umrundete und damit die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ. Auf Platz zwei landete sein Teamkollege Kimi Räikkönen (+ 0,397/33 Runden), womit man bei aller Vorsicht jetzt schon sagen kann, dass Ferrari mit dem neuen F2007 ein guter Wurf gelungen zu sein scheint - was ja bereits nach den Bahrain-Tests abzusehen war.

Als zweite Kraft etablierte sich McLaren-Mercedes, wobei im zweiten Freien Training Neuling Lewis Hamilton (3./+ 0,476/29 Runden) dank eines starken Finishs sogar schneller war als Weltmeister Fernando Alonso (7./+ 0,687/25 Runden). Dazwischen reihte sich unter anderem Giancarlo Fisichella (+ 0,588/33 Runden) als Vierter ein, wobei der Renault-Pilot kurz vor Schluss nach einem starken letzten Run mit technischen Problemen ausrollte.

Heidfeld als bester Deutscher im Spitzenfeld

Stark präsentierte sich erneut Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 0,617/27 Runden), der als Fünfter bester Deutscher wurde - ganz knapp vor dem einzigen Österreicher im Feld, Alexander Wurz (Williams-Toyota/+ 0,628/31 Runden). Auch Wurz' Teamkollege Nico Rosberg verbesserte sich zum Schluss mit neuen Reifen in die Top 10, wurde nach 29 soliden Umläufen mit 0,702 Sekunden Rückstand Achter.

Nick Heidfeld
"Quick Nick" erwischte heute einen idealen Auftakt in die neue Saison
© xpb.cc

Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,928/26 Runden), der am Vormittag noch nicht mit von der Partie war, nistete sich auf Rang neun ein, gefolgt vom überraschend starken David Coulthard (Red-Bull-Renault/+ 1,142/23 Runden), der zweimal neben der Strecke gesehen wurde, Anthony Davidson (Super-Aguri-Honda/+ 1,374/28 Runden) und Jarno Trulli (Toyota/+ 1,568/33 Runden) in den Top 12. 13. wurde Takuma Sato (+ 1,656/23 Runden) im zweiten Super-Aguri-Honda.

Interessant: Die beiden Honda-Werkspiloten waren damit langsamer als Davidson und Sato - eine psychologisch niederschmetternde Tatsache, die dadurch noch verschärft wurde, dass Rubens Barrichello (15./+ 2,189/12 Runden) mit einem Anfängerfehler ausrutschte und einen 15-minütigen Abbruch der Session verursachte. Zeitgleich wurde auch der Renault von Heikki Kovalainen (18./+ 2,744/10 Runden) geborgen, der technische Probleme hatte.

Sutil auf Anhieb schneller als Albers

Ganz hinten kam es zu keinen nennenswerten Überraschungen, sieht man einmal davon ab, dass Adrian Sutil (20./+ 3,755/35 Runden) auf Anhieb um einen Tick schneller war als sein Spyker-Ferrari-Teamkollege Christijan Albers (21./+ 3,822/32 Runden). Den spektakulärsten Dreher lieferte indes Vitantonio Liuzzi (22./Toro-Rosso-Ferrari/+ 4,340/16 Runden) ab, während es zwischen Heidfeld und Trulli gleich zu Beginn fast zu einer Kollision gekommen wäre.

Prinzipiell haben sich damit alle Prognosen des Winters bewahrheitet: Ferrari und McLaren-Mercedes scheinen die zwei stärksten Rennställe zu sein, wobei das BMW Sauber F1 Team erstaunlich nahe an die Spitze herangerückt ist. Mit ein wenig Abstand folgt Renault - und erst dahinter das extrem umkämpfte Mittelfeld, dem beispielsweise Williams-Toyota und Honda angehören. Für Spannung ist also auf jeden Fall gesorgt...

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