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Silberpfeil-Piloten sehen Ferrari in der Favoritenrolle

02. März 2007 - 09:43 Uhr

Fernando Alonso und Pedro de la Rosa gehen davon aus, dass Ferrari und Felipe Massa die erste Saisonhälfte dominieren werden

Fernando Alonso
Fernando Alonso glaubt derzeit nicht an einen Sieg beim Auftaktrennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zu Beginn dieses Winters brillierte McLaren-Mercedes mit Testbestzeiten am laufenden Band, doch je näher der Saisonauftakt kam, desto mehr verloren die Silberpfeile ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit. Beim entscheidenden Bahrain-Test in dieser Woche schließlich schien plötzlich Ferrari in einer eigenen Liga zu fahren.

Damit dürfte sich Fernando Alonso bereits abgefunden zu haben: "Das kommt ja nicht unerwartet", erklärte er in spanischen Medien. "Sie hatten einige nicht so gute Tests, wo wir hoffen durften, aber die Wahrheit ist, dass sie sehr stark sind, und in der ersten Saisonhälfte werden sie dank ihrer großen Erfahrung mit Bridgestone und dank der Stabilität im Team einen Vorteil haben. Wir müssen die neuen Reifen noch besser kennen lernen."

Alonso sieht sich nicht als Topfavorit

"Jeder will beim ersten Rennen immer besser sein als er ist, aber das ist jetzt mal das, was wir haben."
Fernando Alonso

Der MP4-22 sei "bereit" für Melbourne, "wir haben alles getan, was man tun konnte. Es war ein sehr intensiver Winter mit vielen Verbesserungen." Aber: "Jeder will beim ersten Rennen immer besser sein als er ist, aber das ist jetzt mal das, was wir haben - und daraus müssen wir das Beste machen. Noch haben wir zwei Wochen bis zum Saisonauftakt, vielleicht finden wir ja noch etwas im Windkanal, das wir nicht erst auf der Strecke testen."

Als größten Konkurrenten betrachtet der Doppelweltmeister übrigens nicht Kimi Räikkönen, sondern Felipe Massa: "Alle sehen Kimi als Nachfolger von Michael (Schumacher; Anm. d. Red.), aber Felipe wird sehr schnell sein - er ist mein Favorit für Australien. Ferrari wiederum ist mein Favorit für den ersten Abschnitt des Jahres. Wir werden am Anfang eher defensiv vorgehen und später attackieren, um den Rückstand wieder aufzuholen", so Alonso.

De la Rosa bezüglich Renndistanz skeptisch

"Unser Entwicklungsprogramm läuft nonstop weiter."
Pedro de la Rosa

Teamkollege Pedro de la Rosa glaubt indes, dass McLaren-Mercedes "auf eine schnelle Runde sehr gut" gerüstet ist, nicht aber auf die komplette Renndistanz: "Da hat Ferrari Vorteile." Aber: "Man darf nicht vergessen, dass unser Auto für Australien ganz anders aussehen wird als das, das wir nach Malaysia und Bahrain bringen werden. Unser Entwicklungsprogramm läuft nonstop weiter", berichtete der Edeltestfahrer.

Ferner betonte er, man müsse "realistisch" sein: "Wir sind nicht so nahe dran, wie wir das gerne hätten", so de la Rosa. Wo der Rückstand auf Ferrari begraben liegt, könne man momentan nicht sagen, doch seit die Italiener in Bahrain ihr neues Aerodynamikpaket auf das Auto gepackt haben, scheinen sie für McLaren-Mercedes nicht mehr schlagbar zu sein. Ob sich dies bis Australien ändern wird, kann nur die Zeit zeigen.

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