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Schätzung: So viel Geld fließt in der Formel 1

12. März 2007 - 11:37 Uhr

Unsere Kollegen vom 'sid' haben die aktuellen Fahrergagen und Teambudgets geschätzt - Fernando Alonso ist Weltmeister im Geldverdienen

Start in Italien 2006
Kein anderer Sport ist so teuer wie die Königsklasse des Motorsports
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Auf der Rennstrecke hat er Michael Schumacher schon von der Überholspur gedrängt, jetzt ist Fernando Alonso erstmals auch Formel-1-Weltmeister im Geldverdienen. Der Spanier kassiert bei seinem neuen Arbeitgeber McLaren-Mercedes inklusive Werbung in diesem Jahr geschätzte 30 Millionen Euro - das bedeutet gegenüber seinem Renault-Einkommen eine Steigerung um gleich 500 Prozent.

"Geld war nicht der entscheidende Grund, warum ich zu McLaren gewechselt bin", beteuert der 25-Jährige, der sich in erster Linie auf die neue "sportliche Herausforderung" freut. Der Silberpfeil sei schon immer ein Auto gewesen, "in dem ich unbedingt mal sitzen wollte", sagt der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre.

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Hatte Alonso Angst vor einem Renault-Ausstieg?

Experten vermuten allerdings, dass sich Alonso nur deshalb so frühzeitig für einen Wechsel entschieden hat, weil er vor 16 Monaten Angst hatte, dass Renault aus der Formel 1 aussteigen könnte: "Ich denke nicht, dass der Wechsel seine ursprüngliche Absicht war. Er war sehr glücklich bei Renault", sagte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Mit seinem Gehalt, das sich aus 20 Millionen Euro Jahresgage und zehn Millionen an Werbeeinnahmen zusammensetzt, kann Alonso dem zurückgetretenen Rekordweltmeister Michael Schumacher aber nicht das Wasser reichen. Der erfolgreichste Rennfahrer der Geschichte brachte es in der letzten Saison seiner Karriere bei Ferrari auf angeblich 52 Millionen Euro. Das Privatvermögen Schumachers, der fortan als Berater für Ferrari tätig ist, wird auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Auch für Schumachers Nachfolger Kimi Räikkönen ist der rote Renner bereits zu einem Geldesel geworden. Der Finne, 2006 noch bei den Silberpfeilen unter Vertrag, belegt mit insgesamt 22 Millionen Euro den zweiten Platz. Das ist zwar nicht mal ein halber "Schumi", doch sind es immerhin zehn Millionen Euro mehr als zuletzt bei McLaren-Mercedes, wo ihn zahlreiche Pannen aus der Erfolgsspur brachten. Deshalb nimmt man es dem "Iceman" auch ab, wenn er den Wechsel mit der "besseren sportliche Perspektive" begründet.

Ralf Schumacher bester deutscher Verdiener

Aus dem deutschen Fahrerquartett ist Ralf Schumacher ganz klar der Großverdiener: Der 31-Jährige, dessen Toyota-Team mit 350 Millionen Euro vor McLaren-Mercedes (325 Millionen) und Ferrari (300) erneut über den Rekordetat aller elf Rennställe verfügt, schafft mit 17 Millionen Euro (14/3) als Dritter den Sprung aufs Treppchen.

BMW Sauber F1 Team Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) verdient in diesem Jahr geschätzte fünf Millionen Euro (4/1) und nimmt damit Platz neun ein. Nico Rosberg (Wiesbaden) kommt in seiner zweiten Saison bei Williams-Toyota auf zwei Millionen Euro (15/0,5), und Neuling Adrian Sutil (Gräfelfing) bringt es beim Spyker-Team auf 300.000 Euro Kilometergeld - damit ist er das Schlusslicht unter den 22 Piloten.

Geschätzte Fahrergagen:

01. Fernando Alonso (30 Millionen Euro - 20 Gage, 10 Werbung)
02. Kimi Räikkönen (22 - 20/2)
03. Ralf Schumacher (17 - 14/3)
04. Rubens Barrichello (10 - 8/2)
05. Jarno Trulli (8 - 7/1)
06. Jenson Button (6 - 5/1)
06. David Coulthard (6 - 5/1)
06. Felipe Massa (6 - 5/1)
09. Nick Heidfeld (5 - 4/1)
09. Giancarlo Fisichella (5 - 4/1)
09. Mark Webber (5 - 4/1)
12. Nico Rosberg (2 - 1,5/0,5)
12. Alexander Wurz (2 - 1,5/0,5)
14. Robert Kubica (1,5 - 1/0,5)
14. Heikki Kovalainen (1,5 - 1/0,5)
22. Adrian Sutil (0,3)

Geschätzte Teambudgets:

01. Toyota (350 Millionen Euro)
02. McLaren-Mercedes (325)
03. Ferrari (300)
04. BMW Sauber F1 Team (280)
05. Honda (270)
06. Renault (240)
07. Williams (180)
08. Red Bull Racing (150)
09. Super Aguri (120)
09. Toro Rosso (120)
11. Spyker (100)