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Ralf Schumacher vor Saisonauftakt realistisch

16. März 2007 - 02:30 Uhr

Dass er in Melbourne nicht gewinnen wird, ist Ralf Schumacher klar: "Beim Aufholen waren wir im vergangenen Jahr auch sehr stark..."

Ralf Schumacher
Für Ralf Schumacher sieht es nach einem mäßigen Saisonauftakt aus...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Den Saisonauftakt schreibt man bei Toyota nach den ernüchternden Wintertestfahrten bereits ab, im Freien Training am Freitagmorgen landeten Ralf Schumacher und Jarno Trulli auf den Plätzen 20 und 22 - wenn auch ohne Trockenreifen, womit die Zeiten zu vernachlässigen sind. Fest steht aber: Toyota muss wieder einmal kleine Brötchen backen.

"Der Druck ist überall groß, nicht nur bei uns", relativierte Schumacher trotzdem im Interview mit 'Premiere'. "Natürlich sind wir nicht zufrieden mit den Resultaten, die wir bis jetzt eingefahren haben, das ist ganz klar. Man muss das aber als kontinuierliche Arbeit sehen. Man kann den Erfolg in der Formel 1 nicht mit Geld kaufen. Das ist eine Erfahrung, die man über die Jahre sammelt. Druck hin, Druck her - das wird uns auch nicht weiterhelfen."

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Keine Reue über den Wechsel zu Toyota

Als Fehler betrachtet er seinen Weggang von Williams nicht: "Als ich zu Toyota gegangen bin, war mir schon klar, dass es länger dauern wird", gab er zu. "Das war ja abzusehen, von wo aus wir gekommen sind. Von daher ist das überhaupt kein Problem, weil die Leute sehr motiviert sind und sehr hart arbeiten, um das Paket nach vorne zu bringen. Ich will natürlich von Anfang an jedes Rennen gewinnen, aber es ist nun einmal so, wie es jetzt ist."

"Die ersten zwei Tests waren ziemlich gut", sagte Schumacher. "Von der Basis her waren wir also gut, aber die anderen Teams brachten einige Updates, speziell Ferrari und McLaren. Das erklärt auch die Testzeiten. Wir müssen durch die ersten Rennen so gut wie möglich durch. Beim Aufholen waren wir im vergangenen Jahr auch sehr stark, auch wenn wir ein bisschen Pech hatten. Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Man muss aber erst einmal sehen, wo wir wirklich stehen."

Schumacher gesteht Probleme ein

Der Deutsche ist übrigens davon überzeugt, dass sich ein schlechtes Auto aufgrund der Einheitsreifen noch drastischer auswirken wird als in den vergangenen Jahren - und er sieht am TF107 noch einige Baustellen: "Wir hatten einige Updates, die auch wie erwartet funktionierten, aber wir haben ehrlich gesagt auch noch einige Probleme. Das trifft auf viele andere Teams genauso zu und ist somit nicht ungewöhnlich", fügte er gegenüber 'autosport.com' an.

Also dürfe man von Toyota erst in der zweiten Saisonhälfte Spitzenresultate erwarten: "Wir befinden uns eindeutig noch in der Entwicklungsphase. Nach einer so schwierigen Saison wie im vergangenen Jahr konnte man realistisch gesehen sowieso nicht erwarten, dass wir von Anfang an vorne mitfahren würden. Wir müssen herausfinden, was unser Status ist und wie weit wir noch nach vorne kommen müssen", analysierte der 31-Jährige abschließend.