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Kovalainen: "Neige nicht dazu, nervös zu werden"

09. März 2007 - 11:06 Uhr

Eine Woche vor seinem ersten Rennwochenende gibt sich Heikki Kovalainen ganz cool - Terminkalender bis Melbourne voll verplant

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen wird in Australien sein erstes Rennen für Renault bestreiten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Heikki, heute in einer Woche gehst du zum ersten Mal als Grand-Prix-Pilot auf die Strecke. Wie nervös bist du jetzt schon?"
Heikki Kovalainen: "Ehrlich gesagt: noch gar nicht. Im Moment denke ich nicht einmal groß daran, dass der Saisonauftakt in Australien kurz vor der Tür steht. Wenn ich am kommenden Mittwoch in Melbourne eintreffe und die Arbeit zum Beispiel mit den Besprechungen mit den Ingenieuren beginnt, dann ist es vielleicht etwas anders. Aber ich neige nicht sehr dazu, nervös zu werden. Ich bleibe zumeist ruhig und konzentriere mich auf meinen Job."

Frage: "Du hast jetzt fast 5.000 Kilometer mit dem neuen Renault R27 abgespult. Welche Erwartungen hegst du?"
Kovalainen: "Ich glaube, wir haben über den Winter eine gute Arbeit abgeliefert. Zu Beginn der Testfahrten mit dem R27 mangelte es dem Auto ein wenig an Schnelligkeit, doch dann sind uns große Fortschritte gelungen - wie die letzten Tests in Bahrain gezeigt haben. Über eine längere Distanz betrachtet war unser Wagen immer schnell, jetzt sehen wir auch auf einzelnen Runden - wie sie im Qualifying wichtig sind - besser aus. Die Ferrari könnten aktuell vorne liegen, aber wir haben die Lücke zu McLaren geschlossen und wollen ihnen in Australien ein gutes Duell liefern. Aber wir dürfen auch BMW nicht vergessen, die haben ebenfalls einen großen Schritt gemacht."

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Frage: "Eine Motorsport-Weisheit sagt: Der erste Gegner, den ein Rennfahrer schlagen muss, ist sein Teamkollege. Wie ist dein Verhältnis zu Giancarlo Fisichella?"
Kovalainen: "Wir kommen sehr gut miteinander aus und kooperieren eng, um gemeinsam das Team und unser Auto voranzubringen. Giancarlo ist nicht nur ein guter Typ, sondern auch ein sehr starker Teamkollege, den viele zu Unrecht unterschätzen. Ich glaube, er wird seine Kritiker überraschen. Mir steht eine sehr schwierige Aufgabe bevor, nicht zuletzt auch in puncto Zuverlässigkeit sein Niveau zu erreichen."

Frage: "Hast du dir bereits Gedanken gemacht, wie du deinen ersten Grand Prix in Angriff nehmen willst?"
Kovalainen: "Mit welcher Taktik Renault in das Wochenende geht, dies erfahre ich im Detail erst in Melbourne. Aus meiner persönlichen Sicht ist der Plan recht einfach: Sobald die Startampeln erlöschen, gebe ich 100 Prozent von der ersten bis zur letzten Runde des Rennens. Ich will ans Limit gehen, auch mit einer gewissen Portion Aggressivität - und auf jeden Fall ins Ziel kommen."

Frage: "Sechs Tage noch - was wirst du in der Zwischenzeit machen?"
Kovalainen: "Ich war noch für kurze Zeit in Nordfinnland, habe etwas Entspannung beim Wintersport gesucht und gefunden, hatte aber auch noch ein paar PR-Termine. Noch am Donnerstag steige ich ins Flugzeug Richtung Australien, wo ein Trainingscamp mit Giancarlo und den Testfahrern auf dem Programm steht. Mittwoch komme ich in Melbourne an. Dort werde ich als erstes gemeinsam mit meinen Ingenieuren die Strecke abgehen. Bis dahin ist eigentlich jede Minute verplant."