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Haug freut sich über deutsche Topleistungen

17. März 2007 - 06:00 Uhr

Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht sein Team derzeit auf Platz zwei hinter Ferrari - Freude über gutes Qualifying der deutschen Beteiligten

Norbert Haug
Hat gut lachen: Norbert Haugs Silberpfeile sind schnell unterwegs...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwei deutsche Fahrer in den Top 10, sechs zumindest zum Teil deutsche Autos, dazu noch Siege von Nico Rosberg und Adrian Sutil in ihren jeweiligen Stallduellen - besser als im heutigen Qualifying in Melbourne hätte die neue Formel-1-Saison aus deutscher Sicht wirklich kaum beginnen können. Darüber freute sich auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Besonders der tolle dritte Platz von Nick Heidfeld beeindruckte ihn: "Glückwunsch an Nick mit dem BMW, tolle Leistung! Er lag nur knapp hinter Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) und hat unsere Autos gesplittet. Die sind gut dabei. Man spricht an der Spitze durchaus noch Deutsch - und das ist gut für die Fans", so der Deutsche, der via 'Premiere' spitzbübisch eine Grußbotschaft schickte: "Ich hoffe, der Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) guckt zu..."

Haug freut sich über Schumachers Leistung

"Zwei von vier Deutschen in den Top 10, dazu zwei Silberpfeile - das macht schon viermal etwas Deutsches!"
Norbert Haug

Erfreut zeigte sich Haug auch über die völlig überraschende Top-10-Platzierung von Ralf Schumacher, mit der nach den Freien Trainings nun wirklich niemand gerechnet hätte: "Toyota hat sich aufgerappelt, Ralf ist drin, was aus deutscher Sicht wirklich sehr gut ist", bilanzierte er. "Zwei von vier Deutschen in den Top 10, dazu zwei Silberpfeile - das macht schon viermal etwas Deutsches! Da kann keiner meckern."

Die Referenz sei ganz klar Ferrari, aber "wir waren eine knappe halbe Sekunde dahinter", gab Haug zu Protokoll. "Ich habe es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt, denn die Dominanz war größer. Eine halbe Sekunde ist aber immer noch viel Holz, abhängig davon, wie viel Sprit wer fährt. Ich denke, Ferrari ist immer noch klar zu favorisieren, aber vielleicht bekommen wir auch mal ein bisschen Hilfe - Felipe Massa hatte ja heute ein Problem."

Wie siehst du nun das morgige Rennen, Norbert? "Vorteil Ferrari, ganz klar", entgegnete der Deutsche. "Dahinter wird es einigermaßen eng. BMW ist stark, die Renaults sind stärker, als sie gerade aussehen. Der Gebrauchtwagen von Aguri mischt auch noch wirklich gut mit, der letztjährige Honda, der überarbeitet wurde. Davidson war ja die ganze Zeit in den Top 10, dann hat ihn sein Teamkollege, Sato, noch abgefangen. Webber von Red Bull ist auch in den Top 10."

Lob für Alonso und Hamilton

"Nicht zufrieden bin ich damit, dass wir nicht auf Pole sind, das ist klar."
Norbert Haug

Die Startpositionen zwei und vier für Alonso und Lewis Hamilton seien "eine gute Ausgangsposition" für den ersten Grand Prix des Jahres, dennoch will Haug noch keineswegs in Euphorie verfallen. Vielmehr erwartet er sich bald eine weitere Steigerung: "Wir waren bisher sehr zuverlässig, damit bin ich zufrieden. Nicht zufrieden bin ich damit, dass wir nicht auf Pole sind, das ist klar", bemerkte er selbstkritisch.

Lob hatte er für die Fahrer übrig: "Lewis hat mit seinem vierten Platz in seinem ersten Qualifying einen sensationellen Job gemacht. Er war immer auf dem Niveau von Fernando. Das lässt hoffen, denn er hat ja wenig Erfahrung. Dass Fernando als Weltmeister das Letzte aus dem Auto holen kann, das wissen wir. Er hat sich über die Sessions enorm gesteigert. Zwischendurch waren wir ja auch mal Schnellster, als mit ganz wenig Sprit gefahren wurde", so Haug.

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