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Flexibilität: Alles geht wieder von vorne los...

19. März 2007 - 15:16 Uhr

Vor einem Jahr waren es die flexiblen Flügel, nun soll ein flexibler Unterboden Ferrari angeblich schneller machen - und das illegal...

Kimi Räikkönen
Es gibt schon wieder Diskussionen um die Legalität des neuen Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass um die flexiblen Flügel einiger Teams - allen voran Ferrari - ein Riesenwirbel geschlagen wurde. Nun geht das ganze Theater wieder von vorne los: Angeblich verfügt der neue F2007, mit dem Kimi Räikkönen gestern den Saisonauftakt in Australien gewonnen hat, über einen flexiblen Unterboden, der sich bei hoher Geschwindigkeit vorne absenkt.

Das Prinzip ist einfach: Ist der Abstand zwischen Unterboden und Straße geringer, wird das Auto auf den Geraden schneller - was sich nicht unbedingt auf die Topspeeds auswirken muss, die bei Ferrari am vergangenen Wochenende zwar absolut konkurrenzfähig, aber nicht auffällig waren, doch eine auf diese Weise verbesserte aerodynamische Effizienz erlaubt gleiche Topspeeds bei mehr Abtrieb in den schnellen Kurven.


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Ferrari ist sich keiner Schuld bewusst

Seitens Ferrari wurden die Vorwürfe auf Anfrage unserer Kollegen von 'SpeedTV.com', die die Story aufgedeckt haben, entschieden zurückgewiesen - nach dem Motto: "Über uns beschwert sich immer die halbe Formel 1, wenn wir gewinnen." Tatsächlich sollen die Unterböden in Melbourne von der FIA aber besonders genau inspiziert worden sein. Beanstandungen habe es nicht gegeben, eine Klarstellung des Reglements schwebt aber im Raum.

Federführend hinter dem Verdacht gegen Ferrari ist - wieder einmal - McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis: "Mal schauen, wie es in zwei oder drei Rennen aussieht", meinte er geheimniskrämerisch gegenüber 'SpeedTV.com'. "Beim ersten Rennen kommen immer viele Dinge ans Licht. Den meisten Teams wird zunächst die Gunst des Zweifels zugestanden, aber ich denke, die Rationalisierung einiger Aspekte mancher Autos würde den Abstand verringern."

Informelle Hinweise der Teams an die FIA

Der Brite erklärte, es sei durchaus üblich, dass die Autos beim ersten Saisonrennen zwar rein technisch gesehen dem Reglement entsprechen, aber nicht immer dem eigentlichen Geist dessen. So erklärte er auch das Vorgehen, dass die FIA auf informeller Basis seitens mancher Teams über mögliche Regelverstöße anderer Teams informiert wird - viele solcher Vorgänge gelangen dabei nie an die Öffentlichkeit.

Es ist also noch viel zu früh, um von einem handfesten Betrugsskandal zu schreiben, aber für Dennis steht fest: "Es dauert immer ein bis zwei Rennen, bis man wirklich weiß, was erlaubt ist und was nicht." Der McLaren-Mercedes-Teamchef muss es ja wissen, schließlich wurde 1998 das geniale Energierückgewinnungssystem seiner Silberpfeile ebenfalls gleich nach dem überlegenen Doppelsieg in Melbourne verboten...

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