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Fisichella empfindet Renaults Rückstand als "peinlich"

29. März 2007 - 15:15 Uhr

Giancarlo Fisichella tobt angesichts des Fehlstarts in die neue Saison: "Das ist der schlechteste Renault, den ich je gefahren bin"

Giancarlo Fisichella
Routinier Giancarlo Fisichella haut bei Renault gewaltig auf den Tisch...
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Bereits im Winter hat sich abgezeichnet, dass Renault den Nimbus der Unbesiegbarkeit in diesem Jahr verlieren würde, doch die Brutalität, mit der die Franzosen beim Saisonauftakt in Australien von der Realität eingeholt wurden, war dann doch ein wenig überraschend. Daher malt nun sogar Giancarlo Fisichella den Teufel an die Wand.

Der Italiener konnte den Schaden mit einem fünften Platz noch einigermaßen im Rahmen halten, doch den Zeitrückstand empfand er als "inakzeptabel", wie er gegenüber 'Autosprint' schimpfte: "In Melbourne war unser Rückstand auf Ferrari fast peinlich, 1,6 Sekunden auf Räikkönen, auch eine halbe Sekunde auf McLaren. Seit ich zu Renault zurückgekehrt bin, waren wir in Australien immer das Topteam, aber das ist der schlechteste Renault, den ich je gefahren bin."

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Fisichella fordert gravierende Modifikationen

"Ich würde keinen Stein auf dem anderen lassen."
Giancarlo Fisichella

In den Medien kamen daher Gerüchte auf, dass eine B-Version des R27 entwickelt werden soll, was vom Team aus Enstone jedoch umgehend dementiert wurde. Dabei wäre laut Fisichella genau eine solche Maßnahme notwendig: "Ich würde keinen Stein auf dem anderen lassen. Wir müssen massiv am Design arbeiten und an der Frontpartie des Autos. Mit Modifikationen kommt man nicht weit. Wir brauchen gravierende Änderungen des Autos", forderte er.

"Bei Renault", fuhr der 34-jährige Routinier fort, "wissen sie genau, was sie tun, sie arbeiten auch Tag und Nacht daran, aber in dieser Situation ist eine Lösung erforderlich, die eben lange Zeit braucht. Daher werden wir in den nächsten Rennen versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten, indem wir an aerodynamischen Updates und am Setup arbeiten. Das kann uns aber natürlich nicht weit voranbringen."

Reifenwechsel die Wurzel allen Übels?

"Es ist offensichtlich, dass der Wechsel von Michelin auf Bridgestone für uns schwieriger war."
Giancarlo Fisichella

Der Grund für die Renault-Krise liegt laut Fisichella auf der Hand: "Es ist offensichtlich, dass der Wechsel von Michelin auf Bridgestone für uns schwieriger war als etwa für McLaren. Wir waren nicht dazu in der Lage, das Design des neuen Autos entsprechend der Anforderungen der Bridgestone-Reifen zu interpretieren, während das Ferrari und - in einem geringeren Ausmaß - McLaren besser hinbekommen haben."

Ein weiterer Faktor, der Renault einbremst, ist natürlich auch das Fehlen von Doppelweltmeister Fernando Alonso. Geht man davon aus, dass der Spanier fahrerisch um drei Zehntelsekunden schneller ist als Fisichella, dann wäre der R27 im Rennen in Melbourne nicht das fünft-, sondern das drittschnellste Auto gewesen - und Neuzugang Heikki Kovalainen wurde seinen Vorschusslorbeeren bislang ja noch bei weitem nicht gerecht...

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