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Ferrari und BMW sollen flexible Unterböden einsetzen

20. März 2007 - 11:39 Uhr

Wieder herrscht zum Saisonstart Ungewissheit, ob alle Autos im Feld dem "Geist des Reglements" entsprechen - erneut sollen Ferrari und BMW betroffen sein

Ron Dennis
Ron Dennis stelt die technischen Lösungen der Konkurrenz in Frage
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis hat nach dem Auftaktrennen in Melbourne erklärt, dass nach Meinung des Teams Rennställe sich einen Vorteil verschaffen, indem sie auf flexible Unterböden setzen, die den Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten reduzieren und somit eine höhere Endgeschwindigkeit zulassen. Dabei nannte der Brite jedoch keinen Rennstall beim Namen.

Einem Bericht von 'autosport.com' zufolge fällt der Verdacht auf die Teams Ferrari und BMW Sauber F1 Team, die schon im vergangenen Jahr umkonstruieren mussten, als sie zu Saisonbeginn flexible Front- und Heckflügel einsetzten. Nach Dennis' Hinweis wurden alle Unterböden nach dem Rennen genau unter die Lupe genommen - erwartungsgemäß stellte sich jedoch kein Unterboden als illegal heraus.

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Einmal mehr scheint man also lediglich im Graubereich des Reglements zu arbeiten, wie das schon im vergangenen Jahr der Fall war. Auch damals hatte keines der Teams ein illegales Auto, es entsprach nur nicht dem "Geist des Reglements", wie man so schön sagt.

Dies könnte auch jetzt wieder der Fall sein, mit der Konsequenz, dass die Teams auf Bitten des Automobilweltverbandes FIA freiwillig ihre Unterböden modifizieren könnten, um weiteren Diskussionen und einem möglichen Protest der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen.

Nach Informationen des Fachmagazins setzen beide Teams auf eine flexible Halterung des Unterbodens im vorderen Bereich, sodass sich die Anströmung des Unterbodens je nach Fahrtempo verändern kann. Eine entsprechende Lösung war am Ferrari schon beim Saisonfinale in Brasilien erstmals entdeckt worden.

Flexible Unterböden sind nichts neues, diese wurden vor einigen Jahren durch einen neuen Test der FIA aus der Formel 1 verbannt, der bis heute angewandt wird. Zwischenzeitlich wurde das Reglement wieder etwas gelockert, weil die Teams Angst hatten, dass sich der am Unterboden montierte Ballast lösen und zu gefährlichen Geschossen werden könnte.

Dennoch werden die Unterböden nach wie vor auf Flexibilität getestet. Dabei wird durch Belastungstests ähnlich jener, die bei den Front- und Heckflügeln eingesetzt werden, überprüft, ob die Verformung der Bauteile im Bereich des Erlaubten liegt. Der Flügel-Test hatte sich im vergangenen Jahr jedoch als nicht ausreichend erwiesen, ähnlich könnte dies beim Unterboden der Fall sein.

Der Verdacht von Ron Dennis richtet sich auf die flexible Fixierung des Unterbodens am Autos, die den Test der FIA bestehen könnte, aber dafür sorgen könnte, dass sich der Unterboden bei hohen Geschwindigkeiten anhebt, die Endgeschwindigkeit des Autos auf den Geraden dadurch erhöht oder die Balance des Autos bei hohen Geschwindigkeiten verbessert.

McLaren-Mercedes dürfte beim Technischen Degelgierte der FIA, Charlie Whiting, um eine Klarstellung des Reglements in diesem Zusammenhang bitten. Dadurch könnten die Teams gezwungen werden, ihre Lösung zu überarbeiten. Sollte die FIA keine Maßnahmen ergreifen, dürfte auch Ron Dennis seinem Team den Auftrag erteilen, auf die entsprechende Lösung zu setzen.

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