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Ferrari-Präsident kann nach erstem Sieg aufatmen

19. März 2007 - 12:46 Uhr

Luca di Montezemolo schwebt nach dem Auftaktsieg im Jahr eins nach Michael Schumacher auf Wolke sieben und ist stolz auf sein Team

Luca di Montezemolo
Luca di Montezemolo fiel nach dem ersten Sieg ein Stein vom Herzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Viele hatten befürchtet, dass Ferrari nach dem Weggang von Größen wie Michael Schumacher und Ross Brawn zerfallen könnte, doch beim gestrigen Grand Prix von Australien lieferten die Roten aus Maranello die perfekte Antwort - mit einem souveränen Sieg von Kimi Räikkönen. Da fiel natürlich auch Präsident Luca di Montezemolo ein Stein vom Herzen.

Der Italiener ließ Teamchef Jean Todt in den vergangenen Jahren freie Hand bei der Aufbau einer Struktur für die Zukunft, zeigte sich diesbezüglich auch immer zuversichtlich, doch insgeheim dürfte er sich sehr wohl gefragt haben, wie es nach Schumacher weitergehen soll. Umso größer war die Erleichterung, als die positiven Wintertestergebnisse gestern eindrucksvoll bestätigt wurden - Ferrari fährt nämlich 2007 zunächst einmal in einer eigenen Liga.

"Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin", freute sich di Montezemolo im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport'. "Dies ist ein besonderer Sieg: der erste nach Schumacher. Ein Gigant hat uns verlassen, einer, der die Geschichte des Motorsports neu geschrieben hat - und dennoch ist alles gleich geblieben. Ross Brawn ist auch weg, aber das Team leidet darunter nicht. Das zeigt, dass wir nicht nur ein Team für die Gegenwart aufgebaut haben, sondern auch für die Zukunft."

Tatsächlich hat man in Maranello nach diversen Abgängen darauf verzichtet, große Superstars von anderen Teams zu verpflichten, sondern es wurden qualifizierte Leute aus den eigenen Reihen befördert: Luca Baldisseri trat die Brawn-Nachfolge am Kommandostand an, Mario Almondo ist neuer Technischer Direktor, Aldo Costa wurde von seinem Vorgänger Rory Byrne Schritt für Schritt zum Chefdesigner aufgebaut.

Und auch fahrerseitig ist man für die Zukunft gerüstet, denn Räikkönen ist 27, Felipe Massa erst 25 Jahre alt. Di Montezemolo: "Habt ihr gesehen, wie gut Massa gestern war? Er war noch ein Junge, als er zu uns kam, aber jetzt ist er ein kompletter Rennfahrer. Und Kimi mag ich: Er redet nicht viel, aber er macht das, auf was es ankommt. Er fuhr wie ein König im perfekten Auto. Ganz egal, welcher unserer Fahrer Weltmeister wird, es kommt nur auf ein Wort an: Ferrari", so der Italiener.

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