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Ecclestone spricht sich gegen Kundenautos aus
Bernie Ecclestone unterstützt die Ansicht von Spyker, dass Super Aguri und Toro Rosso mit ihren Kundenautos gegen das Reglement verstoßen
(Motorsport-Total.com) - Dadurch, dass sich Takuma Sato im heutigen Qualifying in Melbourne mit dem umgebauten Honda RA106 aus dem Vorjahr in die Top 10 schieben konnte, wurde die Diskussion um die Legalität von Kundenautos in der Formel 1 neu angeheizt. Ein Protest von Spyker gegen Super Aguri und Toro Rosso wurde aus formellen Gründen zunächst abgewiesen, nun soll ein Gericht entscheiden.
Unklar war bisher, wie Formel-1-Chef Bernie Ecclestone in der Angelegenheit positioniert ist - doch wie von Kennern der Szene erwartet sympathisiert der Brite durchaus mit Colin Kolles und der Ansicht, dass nur ein Team, das sein Auto tatsächlich selbst konstruiert hat, Konstrukteurspunkte sammeln dürfen soll. Aktiv in die Diskussion einmischen will er sich aber nicht.
"Ich glaube nicht, dass wir Konsequenzen verhindern können", entgegnete er auf die Frage, ob er sich nicht als Vermittler betätigen könnte. "Ein Team muss tun, was in seinem Interesse ist. Wir können ihnen nicht vorschreiben, was sie zu tun haben. Wenn es einen Protest gibt, dann sollte man es durchziehen und die Sache so aus der Welt schaffen."
Vor laufendem Mikrofon wollte Ecclestone nicht für eine der beiden Seiten Partei ergreifen: "Ich weiß nicht, wer Recht hat. Man muss wirklich alle Geschichten genau untersuchen. Sie alle haben ja schöne Geschichten! Entweder besitzt jemand die Urheberrechte und baut das Auto - oder eben nicht", so der 76-Jährige.
Überliefert ist lediglich, dass der "Mister Formel 1" eine Kompromisslösung vorgeschlagen hat: Super Aguri und Toro Rosso dürfen mit ihren jetzigen Autos an der Weltmeisterschaft teilnehmen, bekommen aber keine Konstrukteurspunkte und damit auch keine TV-Gelder, die stattdessen in einen Pool gelegt und unter den anderen Teams aufgeteilt werden sollen...









