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Ecclestone: "Natürlich fehlt mir Michael"

18. März 2007 - 14:59 Uhr

Bernie Ecclestone ist traurig, dass Michael Schumacher nicht mehr dabei ist, freut sich aber über die Chance für die Stars der Zukunft

Bernie Ecclestone
Michael Schumacher fehlt ihm, aber nicht dem Sport: Bernie Ecclestone
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Prinzip war alles wie immer: Ein Ferrari fuhr heute im Albert Park von Melbourne allen auf und davon - nur kletterte am Ende nicht Michael Schumacher aus dem Cockpit, sondern Kimi Räikkönen. Der siebenfache Weltmeister ist nämlich inzwischen in Rente, hat das erste Rennen der neuen Formel-1-Ära nur am Fernseher verfolgt.

Im Fahrerlager war Schumacher in erster Linie wegen der ewigen Fragen der Journalisten an die aktuellen Piloten präsent, ansonsten spürte man aber deutlich, dass die Königsklasse des Motorsports eben ein schnelllebiges Business ist - ohne Zeit für Sentimentalitäten. Selbst Ferrari-Teamchef Jean Todt herzte Nachfolger Räikkönen, als wäre Schumacher nie sein Busenfreund gewesen, was ihm prompt Kritik von Ex-Weltmeister Niki Lauda einbrachte.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sieht das Jahr eins nach Schumacher mit gemischten Gefühlen: "Natürlich fehlt mir Michael, aber andererseits bin ich auch froh, dass er aufgehört hat. Aus seiner Sicht ist die Karriere perfekt verlaufen. Er hatte keine wirklich schweren Unfälle, vor allem nicht im letzten Teil seiner Karriere. Das wäre fürchterlich gewesen", erklärte er.

Außerdem sei es für seinen Grand-Prix-Zirkus irgendwie sogar von Vorteil, dass der Superstar der vergangenen Jahre nun in Rente ist, denn während es bislang stets einen erklärten Topfavoriten gab, weiß 2007 kein Mensch, auf wen man setzen sollte: "Normalerweise sagen wir am Jahresanfang immer, dass Michael sowieso Weltmeister wird. Jetzt fragen sich alle: Wer wird es wohl schaffen? Das ist gut für den Zuschauer", grinste Ecclestone.

Mit Fernando Alonso und Räikkönen habe der Sport ja schon jetzt zwei neue Superstars, doch im Sog dieses Duos wachsen weitere Großtalente heran - etwa Lewis Hamilton, der heute gleich bei seinem ersten Auftritt starker Dritter wurde: "Es geht nicht nur um Alonso und Räikkönen. Wir haben viele junge Fahrer, die wirklich gut sind", meinte der Formel-1-Chef abschließend.

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