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Darf sich Todt nicht mit Räikkönen freuen?

19. März 2007 - 08:21 Uhr

Großer Aufschrei in deutschen Massenmedien: Jean Todt herzte gestern seinen neuen Liebling Kimi Räikkönen, während "Schumi" traurig zu Hause saß...

Kimi Räikkönen und Jean Todt
Darf er das? Jean Todt beim herzlichen Feiern mit Kimi Räikkönen...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Trotz der sportlich erstklassigen Performance beim gestrigen Saisonauftakt in Melbourne muss sich Ferrari wieder einmal Kritik anhören: Einigen Herren im Fahrerlager stößt sauer auf, dass Teamchef Jean Todt nach dem Rennen seinen neuen Liebling genauso herzte wie früher Busenfreund Michael Schumacher. Aber darf er das eigentlich?

Ex-Ferrari-Pilot Niki Lauda wunderte sich bei 'RTL', wie eng die immer wieder öffentlich zur Schau gestellte Freundschaft des Franzosen zum siebenfachen Weltmeister wirklich gewesen sein kann, wenn Räikkönen schon nach nur einem Sieg die gleichen Sympathien genießt: "Was wird sich Michael dabei denken?" Anstoß des Ärgers: dass Todt Räikkönen erst im Parc Fermé und dann auch auf dem Podium herzlich umarmte.

"Ich muss das Verhalten von Todt auf dem Podium aufs Schärfste verurteilen", fuhr Lauda gegenüber der 'Bild'-Zeitung fort. "Der hat ja so getan, als hätte gerade sein dicker Kumpel 'Schumi' gewonnen. Todt hat vorgegaukelt, dass er sich mit Kimi genauso versteht wie mit Michael. Was für eine Heuchelei, einfach mies! Das finde ich von ihm echt gerissen. Da hätte er sich zurücknehmen müssen. Du kannst nicht so tun, als sei noch alles wie zu 'Schumi'-Zeiten."

"Jeder sieht, dass Kimi wieder mehr lacht als früher."
Jean Todt

Von der 'Bild'-Zeitung auf diese Kritik angesprochen, entgegnete Todt nur: "Unser Verhältnis ist professionell und freundlich. Jeder sieht, dass Kimi wieder mehr lacht als früher. Wir sind alle sehr glücklich. Ich habe es da oben auf dem Podium sehr genossen." Und der arme "Schumi" soll eifersüchtig zu Hause gesessen und alles am Fernseher beobachtet haben - als hätte seine Ex-Frau einen neuen Mann geheiratet...

In Wahrheit gibt es bei Ferrari freilich keinen Rosenkrieg, im Gegenteil: Schumacher griff sofort nach der Zieldurchfahrt zum Telefon und klingelte bei Todt durch, sprach vor der Siegerehrung sogar kurz mit Räikkönen, der jedoch wegen der schlechten Verbindung kein Wort verstand. Und warum sollte Todt seinen neuen Star nicht umarmen dürfen? Selbst Ron Dennis und Juan Pablo Montoya sind sich nach einem Sieg schon mal in den Armen gelegen...

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