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Damon Hill blickt in die Kristallkugel

06. März 2007 - 17:06 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill analysiert die Stärken der Teams vor dem Saisonstart und bewertet die Titelchancen der Fahrer

Damon Hill hat vor allem einen britischen Fahrer auf der Rechnung: Lewis Hamilton
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit 1996 wartet Großbritannien vergeblich auf einen Formel-1-Champion aus den eigenen Reihen - damals war es Damon Hill, der sich zusammen mit dem Williams-Rennstall die WM-Krone aufsetzen durfte.

Nun haben die Briten mit Lewis Hamilton eine neue Hoffnung im Starterfeld, dem in den kommenden Jahren das gelingen soll, was den bisherigen Protagonisten David Coulthard und Jenson Button verwehr geblieben ist: Der Gewinn des WM-Titels.

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Damon Hill jedenfalls kann sich vorstellen, dass Lewis Hamilton eines Tages mit der Startnummer 1 an den Start gehen wird, er habe dieses gewisse Etwas: "Er passt in die Schublade, auch wenn ich weiß, dass sich Jenson (Button) nicht ausruhen wird. Natürlich hat auch David (Coulthard) während seiner Karriere eine Menge Hoffnungen mit sich herumgeschleppt während Jenson immer noch im Rampenlicht steht."

"Aber nun haben wir Lewis", so Hill während einer PR-Veranstaltung in Silverstone. "Er ist am richtigen Ort, zur richtigen Zeit im richtigen Team. Ihm stehen nur zwei Hindernisse im Weg, die beiden Ferrari und sein Teamkollege", so der 46-Jährige, der damit rechnet, dass Hamilton gleich in seinem Rookie-Jahr ein Rennen gewinnen wird.

Vorteilhaft sei für den 22-Jährigen die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Button während seiner Karriere besser betreut wurde: "Ron (Dennis, McLaren-Teamchef; Anm. d. Red.) hat Lewis beraten und angeleitet und er ist dadurch zahlreichen Fallen entgangen, in die viele Fahrer ohne gute Berater getappt sind. Es könnte gut sein, dass wir - und vielleicht auch er - auf Jensons Karriere zurückschauen und sagen, dass sie zu Beginn vermurkst wurde, weil er falsch beraten wurde oder ins falsche Team gewechselt ist."

Buttons Ex-Team - Williams - hat Damon Hill in diesem Jahr übrigens wieder auf der Rechnung: "Ich denke, dass Williams in diesem Jahr zurückschlagen wird. Ich weiß nicht, was da los ist, aber sie scheinen im einen Jahr vorne zu sein, um dann im nächsten wieder zurückzufallen. Sie waren im vergangenen Jahr hinten und nun erklimmen sie wieder den Berg nach oben."

Im Kampf um den WM-Titel sieht Damon Hill McLaren-Mercedes derzeit vorn während in seinen Augen Renault einen Schritt zurück machen wird. Das BMW Sauber F1 Team sei derzeit die große Unbekannte, auf die man jedoch achten müsse. Warm anziehen müsse sich auf jeden Fall Kimi Räikkönen, der bei Ferrari auf große Gegenwehr von Ferrari-Teamkollege Felipe Massa stoßen dürfte: "Es fällt nicht leicht, so viel Geld zu erhalten und dann keine Ergebnisse abzuliefern. Das wird keine gemütliche Angelegenheit."