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Vitantonio Liuzzi und der "Smart-Effekt"

22. Februar 2007 - 14:18 Uhr

Im neuen STR2 hat Vitantonio Liuzzi schon einiges an Potenzial ausgemacht, auch wenn der neue Bolide noch eine "Großbaustelle" ist

Vitantonio Liuzzi
Vitantonio Liuzzi: Der ST2 halt Schaltzeiten wie ein Smart...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei Red Bull Racing zeigen sich die Fahrer und Verantwortliche derzeit besorgt über die Leistung des neuen RB3 - die Trennung von Entwicklungschef Anton Stipinovich ist gewiss kein Zufall. Etwas andere Töne sind von der Scuderia Toro Rosso zu hören, die das Auto des Schwesterteams unter dem Namen STR2 mit Ferrari-Motor im Heck einsetzt.

Vitantonio Liuzzi äußerte sich grundsätzlich positiv über den STR2, der im Vergleich zum Vorjahresmodell ein großer Schritt nach vorn sei. Als negativ empfindet der Italiener derzeit vor allem die Tatsache, dass man im Vergleich zur Konkurrenz deutlich weniger testen konnte, das Potenzial des Autos aus diesem Grund noch nicht abrufen kann.

Zudem fehlen noch einige Teile, die beim Saisonauftakt in Melbourne am Auto zu finden sein werden: "Aber man konnte in Barcelona schon erkennen, dass das Auto Potenzial hat, welches man beim Toro Rosso nicht sehen konnte", so der 25-Jährige gegenüber dem 'Autosprint'-Magazin. Er könne in schnellere Kurven mehr Geschwindigkeit mitnehmen und tiefer in langsamere Kurven hineinbremsen.

"Man kann fühlen, wie das Auto reagiert, auch wenn man es dann vielleicht in der Mitte der Kurve verliert, da die Hälfte der Aerodynamik fehlt. Wir fahren noch nicht mit voller Drehzahl, aber der Motor spricht gut an und die Vibrationen sind begrenzt. Es ist ohne Zweifel ein guter Motor", lobt Liuzzi das Ferrari-Triebwerk.

Vitantonio Liuzzi verspricht sich noch einiges an Verbesserungen, schließlich sei der STR2 noch eine große Baustelle: "Es gibt noch eine Menge Dinge, die wir einführen werden. Das Getriebe wirkt im Moment noch so wie eines aus einem Smart. Es braucht unendlich lang, um die Gänge zu wechseln, aber das liegt daran, weil wir die ganze Elektronik erst noch zum Arbeiten bewegen müssen."

Der neue Bolide fordere von den Fahrern zudem einen "komplett anderen" Fahrstil, was sich auch auf die Arbeit am Setup auswirke: "Der STR1 ist immer dorthin gefahren, wo er wollte. Das war, als wäre man Passagier im Cockpit gewesen. Während des Jahres versuchten wir, das hinzubekommen, aber es gelang uns einfach nicht."

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