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Heidfeld hat noch immer Mitleid mit Villeneuve

18. Januar 2007 - 13:35 Uhr

Der Abgang des Ex-Formel-1-Weltmeisters von 1997 gegen Jahresmitte 2006 hinterlässt beim Mönchengladbacher noch immer leichtes Bauchweh

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld kann Villeneuves Abgang nicht ganz nachvollziehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als feststand, dass das BMW Sauber F1 Team für die Saison 2006 am Vertrag mit Jacques Villeneuve festhalten würde, freute sich auch Nick Heidfeld. Gegen einen renommierten Gegner, so seine Überlegungen, könnte er deutlicher auffallen. Doch die Leistungen des Ex-Formel-1-Weltmeisters wurden immer kritisch beäugt. Für viele Beobachter war es selbstverständlich, dass Heidfeld der schnellere der beiden war.

Der Unterschied zwischen beiden Fahrern des Teams war jedoch nicht eklatant, dennoch musste Villeneuve im Sommer seine Sachen packen. "Zunächst einmal tut mir Jacques leid, denn ich denke, dass das, was er erreicht hat, nicht genug gewürdigt wurde", so Heidfeld gegenüber 'autosport.com'. Villeneuve habe darunter gelitten, dass er an seiner Reputation nicht mehr viel ändern konnte.

"Es ist schon irgendwie seltsam, dass es eine Ansicht zu geben scheint, bevor noch etwas passiert. Dann ändern die Leute diese Ansicht aber nicht mehr", fuhr er fort. "In meinen Augen hatte Jacques eine gute Saison. Er war schnell und wenn man sich die Zahlen ansieht, dann hat er gute Arbeit geleistet. Aber für die Leute war er schon abgeschrieben. Ich empfand das als etwas traurig."

Nichtsdestotrotz muss sich der Mönchengladbacher nun auf 2007 konzentrieren, in der er es im eigenen Rennstall wieder mit einem jungen Fahrer zu tun bekommt. Schon mit Kimi Räikkönen und Felipe Massa hatte er in seiner ersten Sauber-Zeit aufstrebende Talente neben sich. Doch für 2007 ist ein wichtiges Vorzeichen anders: Räikkönen und Massa wurden kritisch beäugt, wohingegen Robert Kubica schon jetzt als kommender Superstar der Formel 1 angesehen wird.

"Als ich gegen Felipe und Kimi fuhr, wusste ich, wie schnell sie waren", erklärte er. "Aber man hat gesagt, dass es normal ist, wenn ich sie besiege. Hätte ich es nicht gemacht, dann wäre ich der Idiot gewesen. Im Nachhinein sitzen nun beide im Ferrari und kämpfen um die Meisterschaft." Dass man nun erkannt habe, welcher Rohdiamant Kubica ist, sei auch für ihn ein Vorteil. "Er ist kein Neuling mehr, das wird interessant werden."

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