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"Rote Reifenregel" laut Bridgestone nicht vom Tisch

05. Dezember 2006 - 12:45 Uhr

Reifenhersteller Bridgestone spricht mit dem Automobilweltverband FIA immer noch über die Einführung einer neuen Reifenregel

Glock, Pantano und Heidfeld
Hier war es nur ein Show-Reifen, 2007 könnten Pneus rote Flanken bekommen
© Jordan

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Ende der abgelaufenen Formel-1-Saison hat sich Michelin aus der Formel 1 zurückgezogen. Somit steht Bridgestone als alleiniger Reifenausrüster da. Die Franzosen begründeten ihren Rückzug aus dem Sport mit der Tatsache, dass ab 2008 per Reglement ein Reifenmonopol verbindlich vorgeschrieben sein wird, man aber nur in einer Wettbewerbssituation zweistellige Millionenbeträge investieren möchte.

Natürlich hat auch Bridgestone das Problem, dass kommendes Jahr der "Reifenkrieg" wegfällt. Somit könnten die Japaner unter dem Verlust des Interesses der Öffentlichkeit an den Produkten aus Tokio leiden. Aus diesem Grund machte man sich beim Reifenlieferanten schon im Sommer Gedanken, wie man das Problem minimieren und dabei vielleicht auch noch etwas Gutes für den Sport tun kann.

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Bridgestone würde es diesbezüglich begrüßen, würde die Formel 1 eine ChampCar-Regel adaptieren. Konkret sollen die Teams zwar wie bisher eine härtere und eine weichere Reifenmischung erhalten (die für alle Teams die gleichen sind, da die Reifen von der Rennleitung zugelost werden), mit dem feinen aber entscheidenden Unterschied, dass das Reglement vorschreiben würde, dass im Rennen beide Pneu-Typen zum Einsatz kommen müssen. Bisher legten sich die Teams vor dem Qualifying auf einen Reifentyp fest.

Dies würde dazu führen, dass es im Rennen unterschiedliche Strategien gibt - der eine Fahrer würde am Start auf die weicheren Reifen setzen, der andere für den Schlussspurt des Rennens. Um dafür zu sorgen, dass Fans und Kommentatoren nicht den Überblick verlieren, würde man die Reifen durch einen roten Farbring an der Flanke unterscheidbar machen.

Damit würden die Reifen nicht nur weiterhin im Mittelpunkt des Interesses stehen, Bridgestone würde auch Geld sparen, würden im Rennen doch beide Reifentypen zum Einsatz kommen, sodass man schlichtweg weniger Pneus an die Strecke bringen müsste anstatt rund die Hälfte der Reifen am Ende des Rennwochenendes ungenutzt wieder abzutransportieren. Damit würde man auch den Sinn des Reifenmonopols - das Einsparen von Geld - weiter untermauern.

Doch in den letzten Monaten hat sich nichts getan - die Gespräche mit der FIA laufen nach Aussage von Bridgestones Technischem Direktor Hisao Suganuma aktuell noch: "Wir haben darüber noch nicht entschieden, wir werden mit der FIA darüber sprechen. Uns ist es ein großes Anliegen, die Formel 1 interessanter zu gestalten", so der Japaner gegenüber 'autosport.com'. Für eine solche Regeländerung wäre auch die Zustimmung aller Teams erforderlich.

Das Thema der Farbmarkierung, das den Fans und Kommentatoren helfen würde, die Pneu-Typen auseinander zu halten, würde Bridgestone jedoch zusätzliches Geld kosten: "Denn der weichere Reifen auf einem Kurs könnte auf einer anderen Strecke der härtere sein. Das bedeutet, dass wir alle verschiedenen Spezifikationen in beiden Farben haben müssten. Das macht es schwieriger. Es ist ein Diskussionsthema für die FIA und die Bridgestone-Teams. Wenn die Formel 1 dies von uns fordert, werden wir kooperieren."