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"Rote-Reifen-Regel" derzeit kein Thema

23. Dezember 2006 - 09:41 Uhr

Dass die Formel 1 die "Rote-Reifen-Regel" im ChampCar-Stil übernimmt, erscheint derzeit unwahrscheinlich

Kees van der Grint
Kees van der Grint sieht derzeit keine Anzeichen für einen FIA-Vorstoß
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Vorschlag, eine Reglement-Idee aus der ChampCar zu übernehmen, ist Reifenhersteller Bridgestone bisher nicht auf viele offene Ohren getroffen. Die Japaner, die nach dem Rückzug von Michelin mit einem zurückgehenden Interesse an den Reifen rechnen müssen, hoffen, dass man durch eine Veränderung am Reifenreglement das schwarze Gummi wieder mehr in den Mittelpunkt des Interesses rücken kann.

Die Teams würden nach dem US-Vorbild zwar wie bisher eine härtere und eine weichere Reifenmischung erhalten, mit dem feinen aber entscheidenden Unterschied, dass das Reglement vorschreiben würde, dass im Rennen beide Pneu-Typen zum Einsatz kommen müssen. Bisher legten sich die Teams vor dem Qualifying auf einen Reifentyp fest.


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Dies würde dazu führen, dass es im Rennen unterschiedliche Strategien gibt - der eine Fahrer würde am Start auf die weicheren Reifen setzen, der andere für den Schlussspurt des Rennens. Um dafür zu sorgen, dass Fans und Kommentatoren nicht den Überblick verlieren, würde man die weichen Reifen durch einen roten Farbring an der Flanke unterscheidbar machen.

Nach Aussage von Bridgestones Kees van der Grint, der in der kommenden Saison als Technischer Manager für Bridgestone in der Formel 1 tätig sein wird, ist das Thema derzeit nicht aktuell: "Im Moment gibt es keine Anfrage an uns", so der Holländer gegenüber der 'Formule 1 Race Report'.

Das Thema sei weiterhin nicht mehr als eine Spekulation, für dessen Umsetzung zudem die Zustimmung aller Teams erforderlich wäre. Dennoch würde man auf Anfrage entsprechenden Vorschlag umsetzen: "Man hat noch nicht mit uns darüber gesprochen, aber wenn der Automobilweltverband uns darum bittet, dann können wir das tun."

Der Holländer verweist jedoch auf ein Problem, mit dem es Bridgestone zu tun bekommen würde. Zwar würde man an die Strecke weniger Reifen mitbringen müssen, weil die Teams dazu gezwungen sein würden, mindestens einen Satz der anderen Reifenmischung zu verwenden, gleichzeitig jedoch müsste man alle Mischungen einmal mit und einmal ohne rote Markierung produzieren: "Denn auf einer Strecke verwenden wir weich und medium, während wir woanders medium und hart verwenden."